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Dienstag, 16. November 2010

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Samstag, 13. November, 9:30 Uhr, Almasport in Düsseldorf-Oberkassel. Offizieller Start des Trainings für den Metro-Marathon 2011. Es regnet Bindfäden. Keine Besserung in Aussicht. 45 Minuten lang traben wir über den Rheindeich, laufen ein paar Tempowechsel und versinken in einer grauen Landschaft aus Pfützen und Matsch. Plitsch-Platsch.Am Sonntag nehme ich zum ersten Mal am Gymnastik-Abend teil. In mitten von gut hundert ächzenden Mitmenschen liege ich auf einer blauen Schaumstoffmatte, drücke mein schmerzverzerrtes Gesicht aufs Handtuch und kräftige meine Rumpfmuskulatur. "Die Gymnastik ist der Dreh- und Angelpunkt des Marathons" trichtert uns Trainer Holger gebetsmühlenartig ein. Ich bin bereit daran zu glauben und zwinge mich, noch einen Satz Sit-ups zu durchleiden. Immerhin ist Holger auch Tatortfan und die Plackerei nimmt rechtzeitig ein Ende, so dass ich pünktlich um 20:15 Uhr mit Pizza und Weizenbier vor der Glotze sitze. Am nächsten Morgen spüre ich dann "Jedem Anfang wohnt auch ein deftiger Muskelkater inne."

Donnerstag, 30. September 2010

Life is not measured by the number of breaths we take but by the moments that take our breath away. - Hilary Cooper

Zweiundvierzigkommaeinsnochwas Kilometer durch Berlin zu laufen, das war der Grund meines Berlin-Besuchs am vergangenen Wochenende. Ich hatte Mitte Mai ernsthaft mit dem Training begonnen, und bis auf drei mal eine Woche Pause (Urlaub, Gay Games und Krankheit) fleissig meine Trainingsumpfänge gesteigert. 30km konnte ich locker laufen, das wusste ich. Doch was würde danach kommen? Meine Hoffnung stützte ich komplett auf die "Wahnsinnsstimmung", die mir prophezeit wurde, und die wundersame Wirkung der klebrig süßen Powergels. Da es am Sonntag aber aus Kübeln goß und das Thermometer grade mal 13 Grad zeigte, war nicht mal Till Schweigers Hund auf der Strasse, wie er bei n-tv ins Mikro kicherte. Jubelnde, klatschende oder gar kreischende Menschen suchte ich lange. Bei Kilometer 21 gabs welche davon, und auch bei Kilometer 30, 33 und von km38 bis zum Schluss. Die tapferen, die an den Strassen standen, klammerten sich bibbernd an ihren Regenschirmen fest und suchten nach ihren Lieben. Ein Mensch radelte parallel zum Läuferstrom und schaute nach dem oder derjenigen, den es zu motivieren oder gar zu verpflegen galt. Plötzlich machte es *PENG*. Er hatte einen Laternenpfahl übersehen. Was in Köln stimmungstechnisch der Karneval ist, scheint in Berlin der Jazz zu sein. Alle 5km spielten Live-Bands und versuchten der Läuferschar rhythmisch einzuheizen. Bei mindestens 5 Jazzcombos bleibt mir das bis jetzt ein Rätsel. Jazz hat mit Stimmung so viel gemein wie Laufschuhe mit Pömps. Ob unter den Läufern besonders viele Plattenfirmenbosse waren, weiss ich nicht, aber so viele engagiert aufspielende junge Rockbands mit mir völlig unbekannten Kompositionen schienen darauf hinzudeuten. Die Marathonis selber waren in Berlin auch höchst individuell und hatten sich teilweise was ganz besonderes für diesen tollen Tag einfallen lassen. Rechnen die Leute eigentlich ernsthaft damit, dass jemand liest, was auf ihren Shirts steht? Fritz, Franz und Martina ist ja noch ok. Da kann man sie wenigstens mit Namen beschimpfen, wenn sie einem in die Hacken treten. Michael aus Bochum hatte am 26.09. Geburtstag und teilte dies jedem mit, der auf seinen Rücken schaute. Ich gratulierte ihm und er sah wenig begeistert aus. War auch schon bei Kilometer 32. Ein anderer hatte den unglaublich originellen Spruch "Für kürzere Laufzeiten" mit einem radioaktiv-Zeichen auf seinem Shirt. Als ein Fahnenträger - "Atomkraft nein Danke" stand drauf - zu ihm hinlief und sagte "Wir sehen und nächsten Monat im Wendland" wusste der mit der kürzeren Laufzeit gar nicht, was gemeint war. Verdutzt guckte er den mit der Fahne an und liess sich auf dem letzten Streckenabschnitt über seine Aufgaben als AKW-Protestler aufklären. Am Ende wurde es wahrscheinlich doch eine längere Laufzeit. Der Rest lief einfach im grünen Müllsack durch die Gegend und fand sich irgendwie toll. Die Sache mit den Powergels klappte schon ein bisschen besser als das mit der Wahnsinnsstimmung. Mein neues Startnummernband, das ich tags zuvor noch zum Schnäppchenpreis von 5 Euro auf der Marathonmesse erstanden hatte, umschloss die flutschigen Packs rechts und links an der Hüfte mit je zwei schlaufen. Als meine Nummer irgendwann einen merklichen Rechtsdrall bekam, zupfte ich sie erst einmal eine halbe Stunde lang brav in die zentrale Position unter dem Bauchnabel zurück. Schliesslich können die Fotografen mir ihre Schnappschüsse nur zuordnen, wenn meine Nummer lesbar ist. Als ich irgendwann zum ersten Gel griff, bemerke ich, dass sich eines bereits nach unten verabschiedet hatte. Nach dem Genuss des übrig gebliebenen, war die Balance wieder hergestellt und meine Nummer blieb artig vorne. Wer es noch nicht weiss: Die Gels halten nicht nur den Läufer auf Trab, sondern auch den Darm. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Anwohnern des Parks entschuldigen, in dem ich mich von meinen Problemen trennte. PowerBar reichte bei km 27 neue Gels in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Da ich ohne meine Brille blind wie ein Huhn bin, erwischte ich Vanille. Vanille-Eis, Vanille-Pudding und Vanille-Sauce sind akzeptabel, aber Vanille-Gel kommt gleich hinter Vanille-Parfum. Trotz allem - nach 4 Stunden und 24 Minuten, 3 Powergels, 2 Bananen, ca.1 Liter Wasser und Isoplörre und 2 Vaterunsern überquerte ich die Ziellinie. Alles an mir war noch heile, mein Kopf war voll mit Eindrücken und Erlebnissen und der Stolz und die Freude überwiegten den stechenden Schmerz in den Obeschenkeln bei weitem. Leider blieb mir nur wenig Zeit zum Geniessen, denn die bittere Kälte entpuppte sich bald als ärgster Feind. Nur schnell weg unter die warme Dusche.

Auf dem Bild: Die wahre Zeit

Dienstag, 7. September 2010

Wohin mit der Energie?

Seit Tagen plage ich mich mit der Frage: "Wohin mit den Energy-Gels beim Berlin-Marathon?". Wenn ich alleine Läufe über 20km bestreite, trage ich immer ein Fahrradtrikot. Das hat den Vorteil, dass auf der Rückenseite mindestens 2 Taschen sind. Dort packe ich dann Wasser und Verpflegung für den Lauf rein. Funktioniert wunderbar ohne das irgendwas ruckelt, schwappt oder scheuert.
Da ich in Berlin aber nicht auf eines meiner geliebten Fahrradtrikots zurückgreifen kann, weil ich ja das Leibchen meines Arbeitgebers und Sponsors (also vom Marahon) trage, muss ich Taschenlos an den Start. Nun gibt es für Läufer ja ein paar pfiffige Ideen der Sportartikelindustrie, solche Probleme zu lösen. Minitäschchen für durch die Schnürsenkel zu stopfen, um den Oberarm zu wickeln oder für ans Handgelenk. Es gibt Trinkrucksäcke und alle möglichen Um-die-Hüfte-Schnall-Dinger. Die haben sich in der Praxis aber als wenig tauglcih erwiesen. Kiloweise Vaseline und Bepanten mussten herhalten, um die wundgescheuerten Stellen zuzukleistern und den Hautschuppen beim Heilen Beine zu machen. Ratlos fragte ich das allwissende Internet und wurde fündig. Nachgemacht hab ichs noch nicht, aber die Idee des Holländers schaut doch recht vielversprechend auss:

Donnerstag, 29. April 2010

Düsseldorf-Marathon 2010

Bevor der April vorbei geht und nicht ein einziger Blofeintrag von mir erstellt wurde, beschreib ich mal kurz, was ich am Sonntag vorhabe. Am Sonntag, 02.Mai, startet in Düsseldorf um 9:30 Uhr der Metrogroup-Marathon.
Und wie in den letzten zwei Jahren, bin ich wieder mit einer Staffel dabei. Drei Herren und ich werden mal versuchen, den kaum vorhandenen Staub auf den piekfeinen Strassen der vornehmen Stadt ein wenig aufzuwirbeln und die Haute-Vole auf der Kö mit ordentlich Schweiss und Körperausdünstungen zu amüsieren.
Da ich mehrfach gefragt wurde, wo man am besten anfeuern kann, also vor allen Dingen natürlich mich (!!!), hab ich mal ne kleine Skizze meiner geplanten Laufroute erstellt. Einfach gesagt, ich laufe Streckenabschnitt 2 und 3. Unter www.metrogroup-marathon.de kann man nachsehen, wo diese langführen.
1) = da gehts los (das ist nicht der Start, das ist km 8,5 oder so)
2) = Oberkasseler Brücke (einziger Anstieg der Strecke. Ich muss rüber auf die andere Rheinseite und komme dann ca. 40 min später wieder zurück)
Hier kann man mich also super anfeuern oder fotografieren.
nach 2) gehts "irgendwie" noch mal gut 12 km durch Pempelfort und Derendorf.
3) da steige ich dann aus. Sollten dann 24 km auf der Uhr sein. Ich schnapp mir dann mein Rad und mach mich auf zu
4) zu Hause. da warten eine Dusche und ein frisches T-Shirt.
Von dort gehts zur Party ins Eigelstein, wo nach wochenlangen Entbehrungen Kölsch und deftigen Speisen gefrönt wird.

Ich freue mich natürlich über jede Frau und jeden Mann, die / der mir unterwegs zuschaut. Bis Sonntag!

P.S: Die blaue Strecke auf der Karte ist meine Abschlusstrainings-Runde von heute Abend. Ich bin zur Sicherheit mal überall vorbei gelaufen, wo es am Sonntag irgendwie wichtig ist.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Köln-Marathon 2009

In einem Getümmel aus über 10.000 Läufern fand ich gegen 09:00 Uhr am Sonntag Morgen den Weg über die Startlinie in Deutz. 21 Km, 10 Viva Colonias und 2 Stunden 2 Minuten 20 Sekunden später überquerte ich überglücklich die Ziellinie. Aufgeregte Medienmenschen mit Kameras hüpften um mich herum, was aber nicht an meiner Spitzenleistung lag sondern daran, dass ich parallel mit Herrn Roters, Kölns to-be Bürgermeister gefinisht hatte. Mir war das in dem Moment völlig wurscht, denn ich wollte ja besagte, egal ob Fleisch- oder Blut, mit Suppe, Schmalzbrot und Kölsch im REWE-Verpflegungsdorf ergattern. Nur schade, dass ich dort nicht alleine war. Zwischen tausenden Läufern, eingewickelt in wärmende Plastikfolien, umwabert von einer penetranten Wolke aus Schweiss und schlechtem Atem, spülte mich eine Menschentraube an den Tee-Stand. Und gleich daneben breiteten flinke Hände auch schon ein Meer aus Baguettstümmelchen, Fleischwurstscheiben und Blutwurstbrocken vor mir aus. Herrrrrlich!


Mittwoch, 4. Februar 2009

"Wo laufen sie denn...?"

Kennt noch jemand diesen berühmten Satz aus einem Loriot Sketch? Zwei Männer auf der Pferderennbahn kommentieren das Geschehen.



Hätten die damals schon GPS gehabt, wäre diese Frage nie gestellt worden. Denn dank GPS wissen wir jetzt jederzeit, wo wir sind, wo wir waren, und sogar, wie schnell wir uns zwischen A und B bewegt haben. Man braucht dafür nur eines dieser sündhaft teuren GPS Geräte fürs Handgelenk oder die Hosentasche und einen Satelliten. Richtig gelesen. Einen Satelliten braucht man dringend. Den kann man sich aber mit anderen bewegten Menschen teilen und der kostet glücklicherweise auch weder Wartung noch Miete noch Nutzungsgebühr. Nur, finden muss man ihn, und das geht nicht immer so geschwind.Vor zwei Wochen begann wieder das offizielle, organisierte Lauftraining zum Metro-Marathon in Düsseldorf. Ich bin wieder dabei und musste zu meinem Erschrecken feststellen, dass kräftig aufgerüstet wurde. Kaum noch einer, der ohne mobiles Navigationsgerät seine Trainingsläufe absolviert. Der Trend geht sogar schon zur Mehrfachmessung, denn es könnte ja ein Gerät ausfallen oder ein Satellit seine Bahn verlassen. Die hochtechnisierten Messgeräte, die in den meisten Fällen auch noch fotografieren, Musik spielen und telefonieren können, müssen natürlich verstaut und verkabelt werden. Wenn dann alles scheuerfrei in, an und unter der Funktionswäsche verschwunden ist, gleiten die flinken Fingerchen über dieTastatur, auf der Suche nach dem passenden Trainingsprogramm. Nur noch ein paar Umgebungsparameter eingeben, persönliche Zielsetzung bestimmen und...auf die Antwort eines Satelliten warten. Während ich zu diesem Zeitpunkt oft schon dreimal die Geduld verloren habe, kommt von meinen Laufpartnern nur ein hochkonzentriertes Brummen. Irgendein Puls rast vor Ungeduld in die Höhe und bringt jemandes anderen Uhr zum Piepen. Plötzlich trabt einer los und alles ist so wie früher. Fast. Während des Laufs bekommt man Geschwindigkeiten zugehechelt, Durchschnitte und Peaks werden ausgetauscht und die maximale Herzfrequenz wird verglichen. Ich danke dann immer artig für die Informationen und erfreue mich an der Landschaft. Wenn man zu viele Fragen stellt bekommt man am nächsten Morgen eine Email mit allen Geo-Daten der absolvierten Trainingseinheit. Die beweisen dann, dass es beim Anstieg mit der Geschwindigkeit runter und mit dem Puls hoch ging. Das ist nah an der Revolution.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Jeschaff!

Ich bin wieder da. So ein Marathontag in Köln ist lang, die Teilnehmerzahl riesig, und so dauert das alles ein bischen länger. Allein 20 Minuten hats gedauert, bis ich mal über die Startlinie spaziert war. An laufen war in dem dichten Gedränge noch nicht zu denken. 20 Minuten "Superjeile Zick" aus allen Boxen sorgten für superjeile entspannte Stimmung unter den Läufern. Hauptthema in der Gepäckabgabe-Schlange, in der Kloschlange und dann bei der Start-Schlange war natürlich das Wetter. Zum Glück blieb es weitestgehend trocken. Nach 2:07 war ich im Ziel, um dann wieder Schlange zu stehen an der Getränkeausgabe und der Bananenverteilstelle. Ach, wie konnte ich mich nur entscheiden, die Dusch-schlange zu ignorieren und der Menschheit die Duftnote getaner Laufarbeit zumuten? Das klingt ein bischen nach Kritik, was es aber eigentlich nicht wirklich ist. Realistisch kann man bei insgesamt 26.000 Starterinnen und Startern ja auch nichts anderes als Schlangestehen erwarten. Trotz der Masse hat jeder genug zu trinken bekommen, ich bin freundlich und hilfsbereit behandelt worden, die Zuschauer haben trotz der sonntäglichen Frühe alles gegeben und uns mit ihrem Klatschen und Rufen ins Ziel getragen. Und jetzt gehts ab auf die Couch :-)

Montag, 5. Mai 2008

Geschafft

Nach exakt 3 Stunden 56 Minuten und 13 Sekunden lief unsere Staffel durchs Ziel. Das war trotz fühlbar intensivem Sonnenschein eine super Zeit und wir vier hatten Grund genug uns im Ziel über das literweise zur Verfügung stehende (Rhein???) wasser herzumachen, und anschliessend im von der Firma großzügig gespendeten Kölsch zu baden. Meine Begeisterung über Zuschauerzuspruch an der Strecke, incl. musikalischer Beschallung, Verköstigung, Ausschilderung und Sperrungen war enorm. War ich doch mit eher niedrigen Erwartungen auf die Strecke gegangen. Das, was mir an Freude und Lebendigkeit von den anwesenden Zuschauern entgegenkam verursachte sogar einige Male Gänsehaut. Hut ab!
Mit meiner eigenen Leistung bin ich auch sehr zufrieden. 1:27.12 auf 15km macht mir Hoffnung für den Leverkusener Halbmarathon am 08. Juni. Ich werd halt fröhlich weiterlaufen...

Sonntag, 4. Mai 2008

3, 2, 1, Marathon

In 3 Stunden gehts los. So sehr war ich in den letzten Tagen mit den Laufvorbereitungen beschäftigt, dass ich beinahe vergessen hätte, darüber ein bischen zu schreiben. In letzter Minute dann doch noch ein paar super Schnäppchen gemacht, den Laufsensor ein letztes Mal kalibriert (wahrscheinlich mißt er trotzdem wieder nicht richtig), Spezialnahrung gekauft und Socken eingetragen. Dann waren da ja auch noch die Geburtstage von Frau O. und meiner Mutter, ein bischen Arbeit und ein bischen Haushalt. Doch jetzt gehts gleich los. Meine Nummer (966) zappelt schon auf meinem Shirt und das Nutellabrötchen lächelt mich grade völlig unschuldig an. Wenn alles glatt geht, löse ich meinen Vorläufer um ca. 11:50 Uhr ab und laufe dann 12 km durch Düsseldorf. Am Ende des Tages werde ich vorraussichtlich 5km geradelt, 16km gelaufen und 2km gegangen sein. Dazu kommen noch mindestens 1km vom rechten auf das linke Bein hampeln in wartender Position und die ganzen Toilettengänge. Die Sonne scheint jetzt schon erbarmungslos - ausgerechnet heute könnte sie sich ruhig mal einene Tag frei nehmen. Bin schon ziemlich nervös, freue mich total auf eine freie, lange Strecke ohne störende Hunde, Bordsteine und rote Ampeln, und vor allem bin ich total gespannt auf das Publikum. Ich hoffe, die Düsseldorfer zeigen sich heute von ihrer rheinischen Seite, werfen das Gucci-Täschchen über Bord und feuern uns lautstark an.

Donnerstag, 17. April 2008

Laufen ohne messen

Heute stand wieder Marathon-Training auf dem Programm. Da wir krankheitsbedingt nur zu zweit waren, stimmten wir uns schon mittags per Mail auf einen längeren Lauf am Rhein ein. 90 Minuten sollten es schon werden. Kurz vor dem Start mußte ich feststellen, dass die Batterie an meinem Laufsensor leer war. Das hieß, dass ich auf eine Strecken- und Geschwindigkeitsmessung verzichten mußte. 6 Wochen laufe ich jetzt mit diesem Polar Hightech Gedöhns, und schon bin ich ihm verfallen. Es ist aber auch zu verlockend, nach jedem Lauf am Rechner die Daten zu synchronisieren und die gelaufenen Kilometer zu addieren. Heute war dann eben nix mit Durchschnitts- und Maximalgeschwindigkeit und zurückgelegter Meter. Och ja, es war trotzdem nett, sonnig und am Ende habe ich kaum gemerkt, dass es 14km waren.
(Mein Laufpartner hatte ja zum Glück noch so ne Uhr ;-)

Mittwoch, 16. April 2008

Die Zeit läuft


Noch 17 Tage, dann starten Frau O. und ich beim Düsseldorfer Marathon. Wir sind beide je Teil einer Staffel und werden so ca. 11 km durch die Vorgärten und Shoppingmeilen der Düsseldorfer traben. Gestern wurden wir professionell ausgestattet. Die Shirts sind leider unisex geschnitten, klar, Männer-und Frauenoberkörber sind ja auch gleich geformt, und deshalb so richtig schön eng um die Taille. Wer zuguckt erkennt uns an den feuerroten Leibchen und den wahrscheinlich ähnlich eingefärbten Köpfen.