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Donnerstag, 10. September 2009

Viel los in dazzledorf

Gestern nach Feierabend noch schnell aufs Regenradar geguckt und mich schweren Herzens gegen eine Radtour mit Scotti entschieden. Da ich nun spontan den Abend bis zum Anstoß in Hannover beim Fußball-Länderspiel der Deutschen gegen Berthis Buben frei hatte, zog ich aus, einen Frisör in Flingern zu finden, der Zeit für mein Haar hat. Bei Nuriel, gleich neben dem Nooij, wurde ich von der Chefin persönlich empfangen und bekam auch gleich einen Termin. Sehr angenehme Atmosphäre, typisch Flingern, coole Leute, ordentliche elektronische Musik und nicht so'n Schicki-Micki Getue. Sogar die Haare waren vom feinsten in Form gebracht. Auf dem Heimweg erfuhr ich, dass Renate Künast des mittags im Sattgrün gespeist habe. Ganz schön was los hier im Veedel.
Wenn ich heute Abend nach dem hoffentlich gewonnenen Europameisterschafts-Endspiel von Silvias Ladies noch Kraft und Lust habe, werde ich "sehenlernen". Das ist Kunst, die auch mir Spass macht. Kann man quasi im Vorbeilaufen konsumieren - was ich dann mal ausprobieren werde. Fast alle Seh-Fenster befinden sich nämlich an meiner Laufstrecke.

Mittwoch, 22. Juli 2009

alles dreht sich

Gestern Nachmittag verschwand mein Hinterrad. Das Hinterrad meines uralt-Allzweck-MTBs,nicht das vom Rennrad. Letzteres steht in Watte eingepackt im Wohnzimmer und bereitet sich auf die kommenden Strapazen vor.Ich kam um 19:30 Uhr aus der Wohnung, ging zum Rad, das an einen von diesen gebogenen Baumschutz-Teilen aus Eisen angeschlossen war,wollte grade aufschließen, als ich bemerkte, dass irgendwas mit der Symmetrie nicht stimmte. Da war was, was nicht sein durfte.Mein Hirn hat ne zähe Minute daran zu knabbern gehabt, dass nicht sein kann was nicht sein darf, und dann doch resigniert.Schnellspanner auf, Rad raus, abhauen. So die Tatbeschreibung. Diebstahl! Kriminelle am Werk. Geschädigte: ICH!Gefühlslage: zu Tode betrübt, stinkesauer, verzweifelt, entrüstet. Wer macht denn so was? Und das noch am helllichten Tag. Das Radstand grade mal 2 Stunden dort, auf dem Bürgersteig an einer Straßenecke wo halb Flingern um diese Uhrzeit von der Arbeit nach Hausekommt, mit dem Hund geht, oder zum Kneipenbesuch loszieht. So eine unverschämte Dreistigkeit.Der Himmel riss dann auch sofort alle Tore auf und übernahm dankenswerterweise das Weinen für mich.Es hätte nicht weniger sein können.

Eben hab ich vom Radladen 'Dirk Egert' auf der Ackerstrasse am Telefon die nette Auskunft bekommen, dass man da evtl. was auf Lager habe.Ich soll doch mal vorbei kommen mit dem amputierten Rumpf. Jetzt hab ich bessere Laune und schaue da gleich mal vorbei.Bei der Tour de France stürzen sie reihenweise bei den Abfahrten.Unser letztes generalprobenmäßiges Radtraining heute Abend fällt aus. Ich werde ein bischen nervös. Bald ist Samstag. Ein Rad beklaut,eins in Watte, ich sehe nur noch Räder, Reifen überall, jetzt zwickt auch noch mein Knie...oh jeh!Wird Zeit, dass sich was dreht.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Die Jecken stehen Kopf.




Montag, 24. November 2008

Restschnee


Das bischen Schnee, das noch in unserem Hinterhäuser-Garten liegt, kurz vor Sonnenaufgang

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Achtung, Polizei!


Diese Dame habe ich vor ca. 10 Minuten im Plus in Flingern gesichtet. Ich hoffe, man kann erkennen, daß es sich um ein Kinder-T-Shirt mit aufgedrucktem Gürtel, Handschellen, Taschenlampe und Handy handelt. Sie und ihre Kollegin (gleiches Outfit) fahren in Flingern mit ihren Kickboards 'Streife'. Die selbsternannten Polizistinnen sind deutlich dem Kindesalter entwachsen. Passend zum 'Polizei'-Shirt tragen sie auch die typische steife braune Stoffhose. Handgelenke und Knie sind durch Schoner geschützt, denn das Leben auf der Strasse ist ja bekanntlich gefährlich. Ich weiß nicht, ob ich mir mehr Sorgen um die beiden Ordnungshüterinnen machen muß, oder um mich, da ich die Botschaft nicht verstehe.

Sonntag, 28. September 2008

Ausgebrütet

Frau O. und ich sitzen seit gut zwei Monaten auf einem großen bunten Ei und brüten es aus.
Da an diesem wunderbaren Herbstwochenende das Wetter herrlich und die Luft angenehm warm war,
beschließe ich nun wagemütig das Kleine einfach mal schlüpfen zu lassen.

Wir hatten ja schließlich eingehend Zeit uns mit unserem Heimatstadtteil Düsseldorf-Flingern mal ein
wenig genauer zu beschäftigen. Nachdem ich in einem fligner-o-philen Blog einen Eintrag mit dem Titel
"Flingern ist Köln" gelesen habe, ist auch der letzte Ansatz von grobem Zweifel in mir besänftigt.
Wenn ich auch die Argumente des Autors nicht alle nachvollziehen kann, hat die Aussage an sich doch was von einer verheißungsvollen Prophezeiung. Das find ich gut.
So manch findiger Design-Kaspar hat ja schon festgestellt, daß im Stadtteil-Namen das Wort'gern' steckt, worauf dann auch flugs der Verein Flin-gern e.V. gegründet wurde. Stadtteil-Feste, Initiativen, Vereine und darüber berichtende Blogs von selbsternannten flingeraner Botschaftern sprießen aus den Böden zwischen Ackerstrasse und Grafenberger Allee, und beim täglichen Feierabendbier im Cafe Record oder im Nooij oder auch gerne sonstwo tauscht sich die flingeraner Boheme über den neusten Tratsch aus.

Und mittendrin die Frau O und ich - bei Kaffee und Kuchen am Tisch, auf dem Sonnenbalkon,
angrenzend an zweiundneunzig quadratische Meter, die voller Ungeduld mit den Hufen
scharren, von uns nun befüllt zu werden mit den Kisten vom Umzugskarren.

Dienstag, 9. September 2008

Perlen vor die Ladies

Es gibt Menschen, die geben vor nichts zu tun und schreiben dann darüber, wie sich das anfühlt. Klingt so'n bischen wie das 80iger Jahre Gequake übers Drüberreden, wie man sich bei gewissen Dingen fühlt. Ganz aktuell quaken Kathtin Passig und Sascha Lobo in ihrem neuen Buch "Dinge geregelt kriegen" und bloggen darüber. Vielleicht kennt die beiden ZIA (Zentrale Intelligenz Agentur)-Reporter auch jemand aus der Riesenmaschine. Mich fasziniert daran, wie es diese Menschen schaffen, ein Faszinosum menschlichen Verhaltens zu einem verkaufsfähigen Thema zu machen. Ähnliches reizt mich ja auch, und wenn ich mich in meiner Welt nur genau umschaue, dann fällt mir sicher auch irgendwann ein Thema vor die Füße, das ich verblogge und anschliessend auf Papier gedruckt bei Amazon ins Regal stellen lasse. Gestern Abend kam so ein Thema auch schon vorsichtig ums Eck: "Frauen im Perlenreich". Da meine Eltern am Wochenende ihre Rubinhochzeit feiern, war ich auf der Suche nach einem passenden Geschenk. Hübsch, kreativ und liebevoll sollte es sein und möglichst präsent. Hm, ein präsentes Präsent also, eins, das da ist, das nicht zum Wegfahren zwingt, das man direkt so wie es ist benutzen kann oder sich dran erfreuen. Als solches habe ich mir eine kreativ dekorierte Pflanze ausgedacht. An dieser sollen 40 Rubine hängen und ein paar kleine Herzchen und so Zeugs. Echte Rubine sind natürlich viel zu teuer, weshalb ich auf dem Heimweg einen Umweg über das 'Perlenreich' machte. Darunter kann man sich die in grün und rosa eingerichtete Heimat des Froschkönigs vorsellen. An Wänden und Decken glitzern bunte Glasperlen und auf selbstbemalten Holzkommoden findet man hunderte kleiner Gläschen mit Steinen, Kugeln und Röllchen, die zu 40 Cent das Stück feilgeboten werden. Aus all diesen unhandlichen Kleinteilen kann man sich, eine ruhige Hand, ausreichend Feinmotorik und Geduld vorausgesetzt, seinen eigenen Schmuck zusammenbasteln. Ketten, Ringe, Ohrringe, farblich zur Handtasche oder zum Paillettenkleid. Und ich mittendrin wie die Elefantin im Perlenladen, reizüberflutet bis zum Gehtnichtmehr auf der Suche nach Dingen, die ansatzweise einem Rubin ähneln - und sei es auch nur farblich. Das Perlenreich war zu meinem Erstaunen gut besucht. Nicht ganz so sehr erstaunt war ich darüber, dass es sich ausschließlich um weibliche Perlensuccherinnen handelte, die mal konzentriert über den Gläschen sinnierten, mal heimlich hinter die Theke in das für Selbstbedienung gesperrte Regal griffen, brav an der Kasse anstanden oder sich mal eben eine Knippszange borgten, um ihren Schmuckbastelvorgang fortsetzen zu können. Im hinteren Bereich gab es nämlich einen Basteltisch, an dem man das Gekaufte an Schnüren aufreihen konnte. Ich versuchte möglichst nicht aufzufallen und tastete mich vorsichtig mit meinem Perlensammelkörbchen von blau-dominierter zu rot-dominierter Kommode. Den Versuch, die Vornamen meiner Eltern mit Buchstabensteinchen zu legen, verwarf ich nach einer Viertelstunde verzweifelten Suchens nach dem 'A'. Da ich davon zwei brauchte, dazu noch ein L und ein R (sie heißen Anneliese und Alfred) mußte ich passen. Immerhin durfte ich danach noch einmal mindestens genau so lange zum Bezahlen anstehen und das bizarre Treiben der Ladies um mich herum studieren, nicht müde werdend nach Verschlüssen, Gummizügen und Swarovskis fragten. Das mit den Swarovskis hier noch zu erklären spare ich mir, denn das sind eigentlich auch nur bunte Steine - aber bitte nicht schlagen! Als ich eine gefühlte Stunde nach Betreten des Perlenreichs im Blumenladen die zu dekorierende Orchidee kaufte, war ich um 29 Euro für 40 Rubinimmitatsteinchen, 6 Herzchen, 6 Stoffröschen und 3m Basteldraht ärmer, aber das Resultat kann sich doch sehen lassen: