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Montag, 13. August 2007

Standesamt - die Dritte und Vierte

Heute waren wir gleich zweimal auf dem Standesamt. Besser gesagt auf zwei Standesämtern - dem Düsseldorfer, weil wir noch die Übersetzung der irischen Geburtsurkunde abgeben mußten - und dem Kölner, weil die das so wollten. In Düsseldorf war heute morgen kaum was los, so daß wir postwendend auf die Autobahn Richtung Köln konnten. Berufsverkehr - schon lange nicht mehr Teil dieses Monstrums gewesen. In Köln dann erst mal Nümmerchen ziehen. Nummer 8 war grad dran, wir waren Nummer 16. Klasse, das ließ sich locker hochrechnen auf erstmal Kaffee und Zeitungen besorgen und das dauerte dann auch exakt so lange wie es braucht, den Kölner Stadtanzeiger bis in die Tiefen des Regionalsports zu lesen. Nach 1,5 Stunden Wartezeit durften wir eintreten. Alle Dokumente waren vollständig, alles paletti, ein Stammbuch wollten wir nicht, auch wenn es derer zwei Varianten für gleichgeschlechtliche Paare gibt. Eines sogar ohne Regenbogen-Musterung. Die Dame meinte hoch erfreut: "Lebenspartnerschaften hammer ja öfters. Aber aus anderen Städten doch eher wat selten. Umso schöner, dat se aus Düsseldorf zu uns kommen." Bezahlen mußten wir aber trotzdem. Insgesamt haben wir jetzt 160 Euro geblecht - nicht schlecht, wie ich finde. Muß mal gucken, ob wir das steuerlich absetzen können, da wir ja sonst schon keine Steuervorteile haben! Zum Abschied überreichte die Kölner Beamtin uns die "Rechnung" und sagte dabei drei (3 !!!) mal, daß ja jetzt alles vollständig wäre und wir damit alles erledigt hätten. Sie sagte es wirklich drei mal. Und dann wies sie uns noch darauf hin, daß wir auch ja pünktlich zu sein hätten. Versprochen, werden wir.

Donnerstag, 9. August 2007

Termine

Heute habe ich mal ein paar Termine bezüglich unserer Hochzeit gemacht. Wir treffen uns mit den Eventleuten unserer Feier-Location, um die Details fürs Buffet zu besprechen, den Wein auszuwählen (was wir als reine Biertrinker wahrscheinlich nach der Schönheit des Etiketts entscheiden werden), die Blumenfrage zu klären und...wer weiß schon, was man noch alles entscheiden muß oder kann. Ich hätte gerne schönes Wetter.
Dann habe ich einen Termin beim Frisör gemacht. Das absolut schlimmste Thema nach der Kleidung. Haare und Make-Up. Da nach einer Woche noch niemand auf meinen Wunsch bei wishdom geantwortet hat, habe ich mal eben die Initiative ergriffen und Thomas angerufen. Thomas ist der Besitzer des Frisörsalons 'Traumschnitt' in Köln und wird mich am 31. August probefrisieren. Jetzt hab ich gute Laune.
Ach, und dann, wo ich schon mal telefoniert habe (hab seit ner Woche ein neues Handy und das muß ja auch mal rangenommen werden), hab ich noch schnell beim Standesamt in Köln angerufen. Sooo nett sind die da. Hab ich jemals erwähnt, dass Köln ja so schön ist? Ja, da müssen wir auch noch mal vorsprechen und bezahlen. Da die beglaubigt übersetzte Geburtsurkunde mitlerweile vorliegt, können wir ja nun die Standesamtbesuche 3 und 4 in Angriff nehmen. Muss denen mal ein Standesamt-Abo vorschlagen. Ach, lieber nicht. Hab ich schon erwähnt, daß ich gute Laune habe? Und morgen gewinnt Köln bei Pauli, is doch klar. Ole!

Dienstag, 31. Juli 2007

Standesamt - die Zweite

Heute morgen standen meine Zukünftige und ich um 07:15 Uhr vor den verschlossenen Türen des Düsseldorfer Standesamts. Um punkt 07:30 Uhr öffneten sich für uns und die mitwartenden Männer und das eine Paar die schweren Eichentüren und Minuten später saßen wir in der Amtsstube von Frau Standesbeamtin Otto. Perso, Reisepass, Kopie vom Familienbuch, harterkämpfte Ledigkeitsbescheinigung der irischen Botschaft, Aufenthaltsgenehmigung, Geburtsurkunde - Stopp! Letztere hatten wir leider vergessen ins Deutsche übersetzen zu lassen und die Deutschen Ämter sehen sich leider ausser Standes der Urkunde zu entnehmen, daß sie uns mitteilen will, wer da wann und wo geboren wurde und von wem. Englisch ist ja nun nicht Chinesisch oder Kyrillisch, aber davon war das Ausserstandesamt nicht zu überzeugen. Eine beglaubigte und wahrscheinlich teuer zu bezahlende Übersetzung des Dokumentes muß her. Dennoch konnten wir unsere Unterschriften schon mal unter die Absichtserlärung zur Schließung der Lebenspartnerschaft setzen. Zu gleichen Teilen zufrieden und auch ein bischen enttäuscht verließen wir das Amt Richtung Büroalltag. Zwei Dinge bleiben mir ein Rätsel: Wir mußten unseren Beruf angeben, und das in deutscher Sprache. IT-Consultant ging gar nicht, deshalb sind wir jetzt beide Berater. Korrekt hätten wir ja "Beraterinnen" sagen müssen, aber um ehrlich zu sein, ich finde das klingt doch sehr nach Avon-Beraterin. Die zweite mir unklare Angabe war die über die Religion. Mann kann die Angabe machen oder weglassen. Warum? Ich meine, das steht doch auch auf der Steuerkarte und sonst wo noch. Ich habe Frau Otto gesagt, sie solle ruhig katholisch schreiben, denn das bin ich ja schließlich. Ausserdem, will ich gern katholisch beerdigt werden. Wenns irgendwann mal soweit ist, guckt wahrscheinlich niemand auf der LstKarte nach. Sicher ist sicher.