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Donnerstag, 1. November 2007

Same-sex couples to get legal recognition next year

Wer hätte das gedacht? Irland macht sich ernsthaft Gedanken, eine Art eingetragene Partnerschaft einzuführen. Daß sie sich damit ein bischen schwer tun, wundert mich nicht. Der erste Schritt - der Wille und die klare Absicht, ein Gesetz zu erlassen - ist getan. Jetzt kann man nur hoffen, daß die Befürworter hartnäckig bleiben und ihren Mut nicht verlieren, so viel Homoehe wie möglich auf den fruchtbaren irischen Acker zu pflanzen.
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Donnerstag, 23. August 2007

Stille Post

Gestern hatte ich die Ehre eines telefonischen Beratungsgespräch mit meiner Bank. Da meine Bank auch in Versicherungen macht, fragte ich gleich mal folgendes: Habe nämlich gehört, daß es Sinn macht, eine Risikolebensversicherung abzuschließen, die dann ja, wenn mal eine von uns beiden in den Himmel kommt, Geld ausschüttet, mit dem man dann die zum selbigen schreiende, ungerechte und viel zu hohe Erbschaftssteuer bezahlen kann. Sagt mein Bankberater, daß er sich da mit gleichgeschlechtlichen Dingen nicht so auskenne und das mal an seinen Kollegen weiterleiten werde. Der Kollege sprach dann gestern auf meine Mailbox. "Also, wenn man heiraten wolle, brauche man sich da nicht extra zu versichern." Hm, ich glaube, er hat was falsch verstanden.

Dienstag, 31. Juli 2007

Standesamt - die Zweite

Heute morgen standen meine Zukünftige und ich um 07:15 Uhr vor den verschlossenen Türen des Düsseldorfer Standesamts. Um punkt 07:30 Uhr öffneten sich für uns und die mitwartenden Männer und das eine Paar die schweren Eichentüren und Minuten später saßen wir in der Amtsstube von Frau Standesbeamtin Otto. Perso, Reisepass, Kopie vom Familienbuch, harterkämpfte Ledigkeitsbescheinigung der irischen Botschaft, Aufenthaltsgenehmigung, Geburtsurkunde - Stopp! Letztere hatten wir leider vergessen ins Deutsche übersetzen zu lassen und die Deutschen Ämter sehen sich leider ausser Standes der Urkunde zu entnehmen, daß sie uns mitteilen will, wer da wann und wo geboren wurde und von wem. Englisch ist ja nun nicht Chinesisch oder Kyrillisch, aber davon war das Ausserstandesamt nicht zu überzeugen. Eine beglaubigte und wahrscheinlich teuer zu bezahlende Übersetzung des Dokumentes muß her. Dennoch konnten wir unsere Unterschriften schon mal unter die Absichtserlärung zur Schließung der Lebenspartnerschaft setzen. Zu gleichen Teilen zufrieden und auch ein bischen enttäuscht verließen wir das Amt Richtung Büroalltag. Zwei Dinge bleiben mir ein Rätsel: Wir mußten unseren Beruf angeben, und das in deutscher Sprache. IT-Consultant ging gar nicht, deshalb sind wir jetzt beide Berater. Korrekt hätten wir ja "Beraterinnen" sagen müssen, aber um ehrlich zu sein, ich finde das klingt doch sehr nach Avon-Beraterin. Die zweite mir unklare Angabe war die über die Religion. Mann kann die Angabe machen oder weglassen. Warum? Ich meine, das steht doch auch auf der Steuerkarte und sonst wo noch. Ich habe Frau Otto gesagt, sie solle ruhig katholisch schreiben, denn das bin ich ja schließlich. Ausserdem, will ich gern katholisch beerdigt werden. Wenns irgendwann mal soweit ist, guckt wahrscheinlich niemand auf der LstKarte nach. Sicher ist sicher.

Freitag, 16. Februar 2007

Gleiche und gleiche


Der Bundesgerichtshof hat gestern festgestellt, daß die sogenannte Homo-Ehe bei der Zusatzaltersversorgung im öffentlichen Dienst nicht gleich behandelt werden müsse - die klassische Ehe von Frau und Mann könne einer eingetragenen Lebenspartnerschaft gegenüber Privilegien genießen. Auch wenn es unsere ELebP, jawoll, so kürzt man das ab, nicht direkt betrifft, fühl ich mich vom Staat nicht grade fair behandelt. Alle sind gleich und einige sind mal wieder ein bischen gleicher. Sehr lesenswert zu diesem Thema der Artikel in der taz.