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Mittwoch, 2. Juli 2008

Getränke-Salat

Da hammer den Salat: Plötzlich scheint die Sonne wie verrückt von ihrem Himmel auf uns herab, daß alle Strassen dampfen und viel zu kurze Röckchen und Höschen den Blick auf Körperteile frei machen, die wir nur aus dem Pschyrembel kennen. Hinzu kommt dieser Riesendurst, der unserem Großhirn signalisiert, dass die gesteigerte Schweißproduktion um Auffüllung der Flüssigkeitsspeicher bittet. Auf meinem Schreibtisch reihen sich schon 3 Volvic-Flaschen auf: eine 1l und eine 0,5l ‚naturelle’ und eine neue mit Wasser in ‚Zitrone-Limette’-Geschmack. Schmeckt wie Spülwasser. Beim Trinken denke ich daran, wie in einer alten französischen Fabrikhalle Wasser in riesigen Bottichen mit Zitronen- und Limettenspritzern verrührt wird. So lange, bis man es den Franzosen als Spülmittel und deutschen Frauen als figurbewusstes Trendwasser verkaufen kann.
Wer stattdessen lieber zum Kakaotrunk greift – was vielleicht niemand tun will – der wird heute in Düsseldorf große Lücken im Supermarktregal finden. Nicht, dass das den Schokofreund traurig stimmen könnte, es ist eine Riesenschweinerei, denn literweise Kakao verdampft grade in Zeitlupentempo auf der Hoffeldstrasse. Irgendwie hat der zuliefernde LKW eine Wochenration Kakao nicht im PLUS sondern davor abgeladen – und zwar OHNE VERPACKUNG! Säuerlich riechende Kakao-Dämpfe wabern durch die sommerlichen Strassen, vermischen sich mit mehrfach erwärmten Hundekoten und brennen sich alle zusammen in mein kollektives Riechgedächtnis ein.
Gar nicht so doof, dass ich dieses reinigende Volvic gekauft habe

Samstag, 11. August 2007

Diesen Tag bitte einfrieren - sofort


Der 1.FC Köln ist Tabellenführer, die Sonne scheint, es ist Wochenende und ich hab total gute Laune, keine Pickel, einen vollen Kühlschrank und ein sauberes Auto. Bitte sofort alle Uhren anhalten und alles so lassen wie es ist.

Sonntag, 15. April 2007

Sommer ist da

Als ich am Samstag morgen schweißgebadet vom Brötchen holen zurückkam, war mir klar, der Sommer ist da. Irgendwie unfaßbar, aber dankbar für pralle Sonne und angenehme Wärme wohin man auch geht halte ich meine Gedanken an Klimawandel und bevorstehendes Artensterben erst mal in Schach. Während ich dies schreibe, wabern die Duftwolken mindestens dreier Grills aus der Nachbarschaft um meine Nase. Meine Beine sind schlapp vom vielen AmRheinEntlangRadeln und meine Haut hat diesen leicht rosa Farbton, der morgen früh garantiert einem schokoähnlichen Teint gewichen ist. Dieses Kribbeln, jetzt und sofort alles tun zu müssen, was man im Sommer eben tut, wird auch nicht weniger, wenn ich in der Wettervorhersage lese, daß es ab Mittwoch wieder kälter wird. Dennoch - ich war gestern auf einer Grillparty, ich habe auf dem Balkon gefrühstückt, im Strassencaffee den Leuten nachgegafft, habe mein Rennrad ausgeführt, ein Eis gegessen, im Gras gesessen, meine Flipflops getragen und fast vergessen die Blumen zu gießen, denn auch sie haben Durst. Mit oder ohne Klimakatastrophe.