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Dienstag, 18. August 2009

Eine Nacht im Zoo

Ist dunkel. Wer hätte es gedacht? Und trotzdem gab es eine Menge zu entdecken bei der "Langen Nacht im Kölner Zoo" am vergangenen Samstag. Es wuselte nur so von Menschen aller Sorten - vor allem kleinen, die sich von ihren Leittieren in kleinen Holzkarren über das weitläufige Gelände ziehen ließen. Vereinzelt hatten die Hausherren ihr Revier mit grellen Leuchtelementen markiert, so dass man ein paar Geparden durchs Gebüsch streifen sah. Im Schatten eines Felsens entdeckten wir ein Löwenpärchen beim Abendspaziergang und ein paar Savannenbüsche weiter ein einsames Nashorn, das vergnüglich mit einem Gummiball spielte. Das neue Elefantenbaby wurde von seinen stolzen Eltern vor den Blicken der neugierigen Zuschauer durch geschicktes hin- und herwanken der fetten Hinterteile abgeschirmt und die Seehunde demonstrierten, dass die Löffelstellung evolutionstechnisch noch in den Kinderschuhen steckt.
Die Spezies Mensch versuchte derweil hartnäckig zu beweisen, dass sie aller biologischen Merkmale zum Trotz, hervorragend an die Nacht angepasst ist. Während nebenan die Vögel in der Voliere krampfhaft den Schlaf auf einem Bein suchten, schoben sich zu Schummerlicht, Bier und Live-Music einer Schlager-Cover-Combo zwei schlaksige Teenager auf der Tanzfläche hin und her. Die Vögel wußten wohl schon, dass es hier nichts mehr für den Balztanz abzugucken gab. Vielleicht ist aber auch ein Zoo nicht der richtige Ort zum Balzen für Männlein und Weiblein im zarten Alter von geschätzten 18. Irgendwie auch wieder gut, dass es dunkel war.
Ich selber war mit Hilfe der kosmogalaktischen Zeitmaschine (=Elefantengedächtnis) allerliebster FreunInnen aus Sülz zu diesem Zoobesuch eingeladen worden. Es handelte sich nämlich um die Einlösung eines Geburtstagsgeschenks von vor 2 Jahren. Schwupps war ich noch mal 34. Mit entsprechender Jugendlichkeit und Tatendrang ausgestattet, mutete man mir offensichtlich problemlos vor dem Zoobesuch noch einen Abendspaziergang durch den Rheinpark und eine atemberaubende Fahrt mit der Kölner Rhein-Seilbahn zu. Das alles geschah natürlich rücksichtsvollerweise nicht ohne vorangehende Fütterung mit tausend Köstlichkeiten im Mongo's in Deutz. Ein traumhafter Abend, lecker, aufregend und tierisch schön.

Montag, 5. Januar 2009

Falls jemand

zufällig grade Geburtstag hat, oder jemanden kennt, der grade Geburtstag hat, oder bald, das ginge ja auch, oder was sogar auch möglich wäre, du hast den Geburtstag eines lieben Menschen peinlicherweise vergessen: Hier ist ein wunderbarer neuer elektronischer Geburtstagssong von Röyksopp, der Band, die man quasi immer falsch schreibt.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Krippenspiel

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit begibt es sich, daß claribu ideenschwanger auf ein Datum zuwandert. Zum neunzehnten Dezember hat sie sich an einem Ort einzufinden, zur Ruhe zu kommen und auf Geburtstagsgratulanten zu warten. Die Suche danach ist beschwerlich, und egal, ob sie auf einem Esel herbei reitet oder zu Fuß durch die Wüste wandert, es gibt immer wieder neue Herausforderungen bei der Herbergssuche. Nun war es beinahe schon beschlossen Ding, den neunzehnten im Jahre 2008 nach Christi einen normalen Tag sein zu lassen, da klopften auch schon die Bedenken an die innere Tür. So ganz ohne Freunde und ein bischen Alkohol gehts ja nun nicht. Sogleich wurde der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt auserkoren feierliche und würdevolle Kulisse zu spielen. Hierher kommen nun all die Weihnachtsfeiergestreßten, Geschenkekaufgeplagten, Müden und Beladenen, um gemeinsam mit mir denAufgang eines neuen Sterns am Himmel der Lebensjahre zu feiern.

Mal schaun, wie es wird. Bin schon ganz neugierig, wer alles kommt. Bin auch ein bischen aufgeregt, wie meine Idee mit der Spendenaktion ankommt.
Bei Anna-Juliana, die von mir Beblogwichtelte, hab ich gelesen, daß ein Freund an Laukämie erkrankt ist und dringend eine Knochenmarkspende braucht. Thomas, der Patient, wohnt nicht so weit weg von meinem zuHause. Diese beiden Dinge haben dazu geführt, daß ich mich der Sache verbunden fühle und gerne helfen möchte. Also sammel ich Spenden statt Geschenke und lasse das Geld der DKMS zukommen, damit möglichst viele Tests gemacht werden können.
50 Euro sind schon zusammen. Mal sehen, was wir zusammen schaffen!