Freitag, 11. April 2008

Erziehung durch Hupen

Gestern Abend wurde ich (fahrradfahrend) auf einer Strecke von zwei mal 3 km drei mal von Autofahrern angehupt. Das macht einen Schnitt von insgesamt einem Huper pro 2km. Ich bin entsetzt und fasziniert zugleich von dieser Aggressivität. Die Gründe fürs Hupen waren:
- einmal an einer völlig unbefahrenen Kreuzung bei Rot über die Strasse fahren;
- 250m gegen die Einbahnstrasse fahren (in Derendorf, da, wo dieser Puff ist);
- einmal unmotiviert mitten auf der Kreuzung stehen (gebe zu, das war nicht geschickt von mir,
aber ich mußte links abbiegen und das durfte man nicht, und der Fahrbahnverlauf war so irritierend, dass ich instinktiv gebremst habe. Da ich schon bei Dunkelorange gefahren bin, gehe ich davon aus, dass das hupende Taxi hinter mir, bei Rot gefahren ist. Wäre er stehen geblieben, hätt ich auch nicht gestört. Warum hupen die eigentlich ständig? Als ein Autofahrer in aller Seelenruhe aus einer Parklücke ausscherte und sich sekundenlang quer auf die Fahrbahn stellte, da hupte keiner. Ich dachte, man hupt, um jemanden "wachzurütteln", also darauf inzuweisen, dass er was tun sollte, wo er grade pennt. Scheint mir nun aber, dass man in Düsseldorf aus erzieherischen Massnahmen hupt. Komisches Volk.

Kommentare:

Queergedacht.de hat gesagt…

Hupen um jemanden wachzurütteln, z.B. wenn er bei grün an der Ampel stehenbleibt, ist verboten. Die Hupe ist nur einzusetzen, wenn sich jemand in Gefahr befindet, z.B. wenn ein Radfahrer auf einer Kreuzung stehenbleibt oder entgegen der Einbahnstrasse fährt.

claribu hat gesagt…

Ach, danke. Guck mal an. Das hab ich nicht gewußt. Ok, dann werf ich den autofahrenden Düsseldorfern jetzt übertriebene Gesetzestreue vor. Irgendwas will ich einfach über diese Situation zu meckern haben ;-)

P.S. Mein Beileid übrigens.