Freitag, 17. September 2021

Bestandsaufnahme - September 2021

Seit einem Monat läuft die Schule wieder. Wir hatten bisher viel Glück und niemand aus unserer Familie musste in Quarantäne.

Schule läuft, Kita läuft, Arbeit muss ja eh laufen. Der kleiner Herr O. ist mit viel Glück noch in einen Schwimmkurs reingerutscht und übt jetzt fleißig montags nach der Kita mit Flossen und Schwimmnudeln, wie man vorankommt ohne abzusaufen. Er schlägt sich tapfer, wenn auch erkennbar ist, dass Schwimmen noch nicht zu seinen großen Leidenschaften gehört. Aber Junior ist auch dafür bekannt, dass er nur sehr ungern seine Komfortzone verläßt.

Der große Herr O. trainiert mittlerweile sehr engagiert im Fussballverein und konnte sich bisher immer glücklich schätzen, für die Liga-Spiele nominiert worden zu sein. Da er jetzt schon in der E-Jugend kickt, müssen wir samstags auch nicht mehr bei Sonnenaufgang im taufeuchten Gras mit Wollsocken und Parka am Spielfeldrand stehen, sondern können uns sogar ein zweites Frühstück gönnen, bevor wir aufbrechen. Die Ergebnisse sind noch ausbaufähig, aber warum sollte es bei den Kids anders sein als bei den Großen?


Ich habe mich ganz besonders gefreut, dass die neue Fachkraft für Regenbogenfamilien bei der AWO Düsseldorf nach langer Pause mal wieder ein Regenbogenfamilien-Treffen organisiert hat. Es war sehr schön, ein paar bekannte Gesichter wieder zu sehen und neue Geschichten zu hören. 


Und sonst so?

Ich bin am Sonntag morgen stolze 1000m geschwommen. Ganz alleine, ohne Kinder, ohne Gedöhns, einfach mal wiede stumpf Kacheln zählen. Immerhin waren diese sehr neu und sogar die Decke des neuen Flingeraner Allwetter-Hallenbades hat eine zählbare Struktur, so dass man beim Rückenschwimmen ganz klar wissen könnte, wie weit man noch von der Kollision mit der Wand entfernt ist. Wie so vieles, nehme ich mir auch hier vor, das öfters zu machen, aber mal sehen, was daraus wird. Wäre eignetlich blöd von mir, nicht öfter schwimmen zu gehen, denn das Schwimmbad liegt sprichwörtlich vor unserer Haustüre.


Podcast-News:

Meine neuste Entdeckung im Podcast-Universum ist "Busenfreundin". Ein lockerer, humorvoller, lesbischer Talk-Podcast zu LGBTIQ*-Themen. Hier habe ich (shame on me) davon erfahren, dass es das Format "Princess Charming" im deutschen TV gab. Zum Glück gibt es YouTube und Mediatheken, so dass ich nicht dumm alt werden muss.



Streaming-Tipps:

Ich stream grade mit großer Lust "Andere Eltern" in der ZDF-Mediathek. Mich packts emotional. Mir gefällt das Script, die Machart (gibt es für dieses Wort eine coole englische Expression???), der Schnitt und natürlich die wunderbare Lavinia Wilson.


Hamilton:
Schwedische Version einer Mischung aus James Bond und Homeland. Schöne Menschen, packende Story.


Lesenderweise:

Ich bin irgendwo bei 15% bei "Vergessen" von Claire Douglas hängengeblieben. Nach ihrem Kracher "Freundinnen", lief es hier nicht so toll mit dem Lesefluss. 

Ich lese wahlkampfbedingt zur Zeit einfach viel Twitter und uebermedien.de, oder ich lese die selbstverfassten Comics von Herrn O.



Mittwoch, 25. August 2021

Eine uralte Idee kehrt zurück

Vor vielen vielen Jahren erwuchs in mir die Idee, dass man Menschen in zwei Gruppen einteilen könne. Die einen und die anderen. Kennt man ja von den Olchis. Da gibt es das eine Olchi-Kind und das andere Olchi-Kind. Namen haben sie keine. Brauchen sie auch nicht. Sie stehen für Gegensätze, die es einfach irgendwie immer gibt.

So ähnlich, nur trilliardenfach komplexer hatte ich mir das schon mal zu Zeiten meines Studiums vorgestellt, als ich noch in der Kölner Nikolausstrasse in meinem WG-Zimmer saß und Geologie-Exkursionen protokollierte. Immerhin habe ich von den Geologen und Paläontologen außer Trinkfestigkeit auch noch fundiertes Dinosaurierwissen erworben, welches mich heute bei den Kids im Dinoalter unfassbar cool erscheinen läßt. Leider geht das Alter, in dem sich Jungs und Mädels für Brachiosaurier und T-Rexe interessieren irgendwann zu Ende, und neue elterliche Coolness-Kompetenzen sind gefragt. Aktuell arbeite ich an meinen Minecraft- und Fifa4Switch – Skills, muss aber zugeben, dass da noch reichlich Luft nach oben ist.

Als ich mal wieder mühsam versuchte diese Gap zu schließen, oder besser gesagt, mich davon erholte ablenkte, diese Gap zu schließen und wahllos auf Facebook & Co herum klickte, begegnete mir folgende Webseite:
2kindsofpeople.

Dort sammelt João Rocha aus Lissabon (Portugal) gegensätzliche Phänomene, von denen immer eins von einer Gruppe Menschen favorisiert wird, und das andere dann halt von der anderen Gruppe Menschen. Wer fies ist, könnte jetzt sagen, „Ja, aber da gibt es doch noch ganz viele Varianten dazwischen. So schwarz/weiß kann man die Welt doch nicht sehen.“
Die Idee hinter „2kindsofpeople“ mag aber kein „Ja, aber“. Sie steht für klare Einteilung in dies oder jenes. Das macht ja grade ihren Charme aus.

Damals, als ich in den Startlöchern für mein eigenes „2 Arten von Menschen“-Projekt stand, haben mich zu viele „Ja, abers“ von der Umsetzung der Idee abgehalten. Ich war auf der Suche nach Kriterien, nach denen man Menschen in die eine oder die andere Gruppe einteilen könnte. Diese Kriterien wollte ich anhand eines mehrdimensionalen, soziologisch, psychologisch, biologisch, ökonomisch, wissenschaftlichen Fragenkatalogs erarbeiten, darauf basierend eine Formel entwickeln, deren Ergebnis dann die Zuordnung eines Menschen in Gruppe A oder B gewesen wäre.

Ich glaube, rückwirkend war es eine weise Entscheidung, die Formel nicht zu entwickeln und Menschen nicht nach mathematischen Berechnungen in Töpfchen zu sortieren. Das Ergebnis hätte mir als Freundin einer vielfältigen Gesellschaft auch nicht gut gestanden und meiner Karriere als LGBTIQ-Aktivistin vermutlich im Wege gestanden. Sicher hätte man auch copyright-Fehler gefunden, und das wäre dann das endgültige Aus aller meiner Ambitionen gewesen.

João Rocha behandelt das Thema mit Humor und hat es karrieretechnisch zu einem Blog-Award und einem Coffee Table Book geschafft.

Ich frage mich grade: Bin ich der Typ Blog-Award oder Coffee-Table Book???

Montag, 16. August 2021

Sommerferien 2021

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Wie immer, ging am Ende dann doch alles viel schneller als gedacht und die Zeit verging wie im Flug. Ich tröste mich damit, dass auch der Herbst ein paar schöne Dinge verspricht, wie z.B. mein Yoga-Retreat am nächsten Wochenende, oder der ein oder andere sonnige Herbsttag.


- In der Südeifel haben wir den Dino-Park besucht und in einem bezaubernden Hotel im kleinen Dörfchen Irrel übernachtet. Gleich neben dem Dino-Park gibt es einen sehr empfehlenswerten Rundgang durch die sogenannte Teufelsschlucht mit ihren riesigen Sandsteinfelsen. 
Für einen Abstecher nach Echternach (Luxemburg) war auch noch Zeit. Die Jungs fanden den Besuch im benachbarten Ausland richtig abenteuerlich.



- Nachdem wir dem Irrland bei Kevelaer schon mehrere Besuche abgestattet hatten, wollten wir zur Abwechslung mal zum Ketteler Hof. Dieser Freizeitpark ist deutlich teurer und auch kleiner als das weitläufige Irrland. An heißen Tagen gibt es hier allerdings mehr Schatten, da der Park zur Hälfte im Wald liegt. 

- Ein weiteres verlängertes Ferienwochenende führte uns ins idyllische Detmold am Rande des Teutoburger Waldes. Zum ersten Mal überhaupt nächtigten wir in den semi-bequemen Stockbetten der Jugendherberge Detmold. Diese thront über dem kleinen Städtchen auf einem Berg, von dem aus man einen traumhaften Blick auf den Hausberg des Herrmannsdenkmals hat. Die Jungs fanden die DJH mit ihrem riesigen Außengelände incl. Tischtennisplatten, Groß-Schach, Fußballplatz, Grillplatz und Kletter-Parcours richtig prima. Das Herrmannsdenkmal besuchten wir gleich früh am Samstagmorgen, und waren somit vor dem Eintreffen zahlreicher Reisebusse vor Ort. So konnten wir entspannt das Denkmal besteigen und die Aussicht geniessen, ein bisschen in der Gegend rumspazieren und im örtlichen Ausflugslokal unseren Hunger und Durst stillen. Der Wissensdurst der Kinder war enorm, so dass wir im Andenkenladen noch einen spannenden Comic zur Varusschlacht kauften und den Nachmittag im Lippe‘schen Landesmuseum verbrachten. 



- Damit die  Rückreise nach Düsseldorf nicht all zu lange wurde, machten wir in Dortmund am Deutschen Fußballmuseum einen Zwischenstopp. Für Familien mit fußballbegeisterten Kindern ein absolutes Muss. Hier findet das Fußballherz alles – sogar eine Sprecherkabine, in der sich zukünftige Kommentatoren ausprobieren können.



- Der letzte Kurztripp führte uns nach Ottlar im Sauerland – auf den Ottonenhof. Hier wollten wir es uns nach all den Corona-Monaten mal so richtig gut gehen lassen. Vollpension mit all-in-Buffet, komfortables Zimmer mit 2 TV, Kinderbetreuung und Wellness für die Eltern. Wir waren trotz Regen ziemlich viel an der frischen Luft, haben Pferde, Schweine und Kühe bestaunt, die Jungs haben in der Strohscheune getobt, wie sind Kettcar-Wettrennen gefahren, durchs Mais-Labyrinth gestakst und im Hallenbad gedümpelt. Einen Vormittag haben wir mit Sommerrodeln in Willingen verbracht und nach einem üppigen Mittagsmahl ging es auch schon wieder zurück nach Hause.


- Was wir sonst noch so gemacht haben?


o Mountainbike-Tour mit dem Großen

o Tisch-Tennis Battle mit dem Großen

o Freibad-Besuche mit beiden Jungs

o Marshmallow-Grillen

o Besuche bei Oma und Opa

o Fußball, Fußball, Fußball,…..

o EM- und Olympia Binge-Watching


Sonntag, 2. Mai 2021

Corona-Diaries Folge 22786

Nach fast überstandener schwerer Erkältung fühle ich mich wieder fit genug, ein paar Zeilen hier im Blog zu schreiben. Vor etwas mehr als einer Woche begann es mit leichtem Unwohlsein. Ein bisschen Halsschmerzen, Kopf-und Gliederschmerzen, ein bisschen Schnupfen hier, ein kleines Hüsterchen dort. Natürlich dachte nicht nur ich sofort an Covid, sondern alle um mich herum auch. Diese Blicke, die Menschen in diesen Zeiten auf einen richten, wenn man in der Öffentlichkeit hustet. Als sei man von der Pest befallen. Hunderte unausgesprochene "hast du dich schon testen lassen?", "Ist doch kein Corona, oder?", "na hoffentlich weiss sie, was sie tut" umschwirrten mich.  Und obwohl nichts davon je laut ausgesprochen wurde antwortete ich so laut es mit einer Kehlkopfentzündung überhaupt ging "Ich habe drei Schnelltests und einen PCR-Test gemacht: Alle negativ!". 
Ob es half?

Ich fühlte mich nach dem dritten Testergebnis immerhin nur noch schlecht und nicht mehr sehr schlecht. Die Gewissheit, dass die nicht enden wollenden Hustenanfälle kein Meilenstein auf dem Weg zur Intensivstation waren, nahm mir ein wenig von der Verzweiflung, die mich in der Nacht, als ich sehnlichst auf das PCR-Testergebnis wartete, überfiel. Panik- und Hustenattacken wechselten sich in sehr unangenehmer Regelmäßigkeit ab und raubten mit den Schlaf.

Nachdem die Antibiotikumeinnahme zu ersten zaghaften Erfolgen führte, stellte sich auch gleich eine zarte Lust auf Aktivitäten ein. Wohlgesagt, mini Aktivitäten. Ich schleppte mein MacBook ins Schlafzimmer auf der vierten Etage, ließ mir von der zauberhaften Frau O. das Ladekabel und einen Becher Hustentee bringen (noch mal 4 Etagen runter und wieder hoch wären an diesem Vormittag nicht drin gewesen) und begann ein wenig durchs Blogiversum zu surfen. 

Ich bin immer wieder aufs neue fasziniert, wie sehr mich Carolas Blog "Frische Briese" emotional ergreift und gleichzeitig inspiriert. Wenn ich fünf Minuten ihren Blog lese weiß ich, warum viele Schriftsteller:innen Bücher lesen müssen um selber gute Bücher schreiben zu können. Die Leichtigkeit, mit der sie schreibt wirkt auf mich wie ein Sprungbrett fürs Loslegen.

Tolle Ideen zum Ausprobieren und Weiterlesen hole ich mir dort auch gerne. Hier eine kleine Auswahl, was ich entdeckt habe. In den nächsten Tagen habe ich hoffentlich ein wenig Gelegenheit, einige der Funde auszuprobieren.

Beim Surfen im weltweiten Netz gingen mir noch ein paar weitere Fänge in den Kescher:

  • WRINT (Wer redet ist nicht tot) Ein weiterer Podcast vom Sprecher von "Einschlafenpodcast"
  • Tragisch aber Geil (unglaublich witziger queerer Podcast von Barbie Brakeout)
  • 2oldtodieyoung (noch ein Podcast von Barbie Breakout)
  • Böttinger: Wohnung 17

Beim (Über-)Leben im Lockdown sonst noch so getan:



  • neues Mountainbike gekauft (ja, seit langer Zeit mal wieder ein Fahrrad. Überlege grade, mein altes Fixie zu verkaufen. Mal sehen, ob es Interessent:innen findet)
  • Hochbeet für den Garten gekauft (muss noch Erde rein, dann sollen Kräuter folgen. Schnittlauch, Petersilie, Basilikum und so)
  • Fünf (!) Blumenkästen bepflanzt
  • 2 Jalousien angebracht und die Fenster der Kinderzimmer mit Folie vor fremden Blicken geschützt

Fortsetzung folgt. 

Samstag, 1. Mai 2021

Kehlkopfentzündung


 

Samstag, 20. März 2021

Corona Diaries - Folge 17543

In meinem Podcast-Listening-Wahn begegne ich immer öfter dem Phänomen, dass die PodcastmacherInnen die soundsovielte Folge feiern. Scheint eine neue Disziplin unter den Podcastenden zu sein, sich damit zu rühmen, wie viele Folgen man schon aufgenommen und „on-air“ gebracht hat. Als Podcasten noch nicht soo in war, also quasi noch eine Art Geheimtipp unter Insidern und der Blog noch gehyped wurde, schrieb auch niemand in jeden Blogartikel, der wievielte dies sei. Ein vergessener Trend, den ich hiermit eventuell aufnehmen werde.


Was ist passiert? Worum gehts?

Ich bin nach 3-wöchigem Kuraufenthalt wieder zurück im Alltag angekommen. Endlich wieder Großeinkäufe im Supermarkt tätigen, kochen, waschen, putzen, Homeschooling. Was für eine Freude. Immerhin ist einer meiner Wünsche in Erfüllung gegangen, dass nach der Kur der Frühling beginnt. So wettermäßig mit angenehmen Temperaturen zum draußen Verweilen und Eisessen. Wenigstens für ein paar Tage hatten wir Temperaturen oberhalb der 15 Grad-Marke und der Große Sohn durfte nachmittags schon in Shorts draußen spielen.
Wie haben sogar Marshmallows in Nachbars Garten gegrillt und den im Winter erworbenen Grill genauer inspiziert. Nur für den Fall, dass es bald losgehen könnte.

Mein zweiter Wunsch, dass die Inzidenzen so weit sinken, dass man wieder halbwegs normal am Leben teilnehmen kann, ist offensichtlich nicht erfüllt worden. Es muss ja auch noch Luft nach oben geben.

Immerhin darf der große Sohn jetzt alle zwei Tage wieder in die Schule gehen und der Junior sogar täglich in die Kita. Das hat den großen Vorteil, dass von dem großzügig angelegten Tiefenentspanntheits-Puffer aus der Kur noch ein bisschen länger gezehrt werden kann. Ich darf es jetzt bloß nicht übertreiben, die gewonnene Freizeit mit hyperaktivem Multitasking aufzufüllen. Online-Yoga, Binge-Watching, Good-Book Reading oder healthy cooking müssen erst mal noch ein bisschen warten, denn die Steuererklärung will ja auch noch gemacht werden. 

Und sonst so?

In meiner nächtlichen Freizeit hab Ichs geschafft, die AmazonPrime Neuverfilmung von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ zu gucken. 
Marc Raabe schreibt richtig gute Krimis (Achtung, Leseempfehlung).
Mit der Podcast-App beim MacOS Big Sur stehe ich immer noch auf Kriegsfuss. 

Podcast Highlights der letzten Wochen: 

Barbara Schöneberger und Judith Rakers unterhalten sich in „Waffeln einer Frau“  über die Haltung von Hühnern als Haustiere.
Cherno Jobatey lebt noch (habe ihn eines frühen morgens bei Maischberger im Talk gehört und der Tag begann nicht besonders harmonisch).
"Zwei Herren mit Hund“ befindet sich grade im Aufstieg in die Liste meiner Top 5. Dort sind aktuell:
  1. Apokalypse und Filterkaffee
  2. Mit den Waffeln einer Frau
  3. Hörbar Rust
  4. Klein aber Hardt. Hier möchte ich Folge #102 ganz besonders empfehlen. Habe endlich die Antwort auf die Frage bekommen: „Auf welcher Seite meines Autos befindet sich noch mal der Tankdeckel?“. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber in Zeiten des Durchdigitalisierungswahns gibt es durchaus noch ikonographische Lichtblicke, wie sich aktuelle Informationen auch clever anders verpacken lassen. Horcht mal rein.
  5. Hotel Matze
  6. Lage der Nation

App-Neuentdeckung: KäptnCook.

Das erste Rezept, das ich aus dieser App nachgekocht habe ist eine vegane Tahin-Ramen. Unglaublich lecker, allerdings auch eine unglaubliche Herausforderung, alle Zutaten - vor allem Tahin - zu kaufen. Wurde letztendlich bei DM fündig. Da gibts ja mittlerweile mehr Lebensmittel als Duschgel-Sorten. Vielleicht kommt ja im Lockdown-Erfindung-Wahn ja bald mal jemand auf die Idee, Hygieneprodukte und Lebensmittel miteinander zu kombinieren. Dabei käme dann evtl. eine Pfirsich-Sesam-Hafer-Ravioli-Gesichtsmaske heraus. Alles selbstverständlich vegan und ohne Mikroplastik. 

Montag, 8. März 2021

Fünf

Deinen fünften Geburtstag feiertest du mit deiner Mama in der Kur in Carolinensiel. Was anfangs klang wie eine große Einschränkung, entwickelte sich zu einem echten Glücksfall. Da alle Kinder und Erwachsenen um dich herum regelmäßig getestet wurden, hattest du die Möglichkeit halbwegs „normal“ zu feiern. Es gab also einen Kuchen, es wurde gesungen, gelacht und auf den Fluren des Kurhauses wild getobt. Die Familie gratulierte ganz herzlich per Videobotschaft, und die Tatsache des Weit-Weg-Seins eröffnete natürlich allen Daheimgebliebenen die Möglichkeit, kleine Päckchen mit Süßigkeiten und Geschenken zu schicken.

Du warst gut beschäftigt, alles auszupacken und zu bestaunen:

Hotwheels-Autos, eine Piratenstation von Playmobil, Captain Cody von Lego, ein paar weitere Playmobil-Figuren, ein kleiner Plüschaffe, den du „Bobby“ nanntest.





Nach unserer Rückkehr ins coronaverseuchte Düsseldorf, vermieden wir jegliche Partyplanung erst einmal, da die Inzidenz einfach zu hoch war. Erst nachdem die Schulen wieder vorsichtig öffneten und der Frühling zaghaft Einzug in die Lande nahm, begannen wir einen Kita-Freund nach dem anderen zu uns nach Hause einzuladen. Dieses Ritual wiederholten wir insgesamt dreimal, dann fühlte es sich irgendwie „done“ an. Je ein Kind deiner Wahl kam für einen Nachmittag nach der Kita zu uns nach Hause, verspeiste mit uns Donuts, spielte mit dir und manchmal auch mit deinem großen Bruder, sorgte mit dir gemeinsam für maximalen Krach und größtmögliche Unordnung und brachte dir zauberhafte Geschenke mit.


Mit deinen fünf Jahren bist du jetzt schon ein richtig selbständiger und selbstbewußter Junge. Du weißt genau (machmal etwas zu genau) was du willst. Zum Beispiel dann, wenn du aus der Müslipackung nur die großen knusprigen Klumpen haben möchtest, und nicht die kleinen bröseligen. Oder, wenn du dein Toast genau in 22 kleine Stückchen geschnitten hättest.
Wenn du deinen Kopf durchsetzen willst, zeigst du der Welt, was „stur“ ist, und gehst dafür manchmal beinahe mit dem Kopf durch die Wand.


  • du liebst Zahlen und zählst alles, sogar die Erbsen auf deinem Teller
  • die Zahl 22 ist deine Lieblingszahl
  • du hast einen unerschütterlichen Glauben daran, dass es die „Zehnundzwanzig“ gibt, und dass ich 1000 Jahre alt bin.
  • Dein unbändiger Wille hat dir geholfen in nur einer Nacht den Schnuller komplett überflüssig zu machen
  • Du liebst Bewegung, am liebsten Fussballspielen mit dem großen Bruder oder um die Wette rennen mit den Mamas
  • Du bist ein kleiner Charmeur und wickelst beinahe jedeN um den Finger
  • Du bist neugierig, experimentierungsfreudig und unbeschwert.
  • Du liebst die Römer, insbesondere ihre Kämpfe, Legionen, Uniformen, Feldherren, etc.
  • Mit einer Toni-Box konnten wir dir endlich die Welt der Hörspiele näher bringen.
  • Du hörst gerne HuiBuh und schaust gerne Miraculous
  • Deine Leibspeise ist immer noch Pizza Margherita. Was auch immer geht: Chicken Nuggets , Frikadellen und Magnum Eis. Gemüse ist für dich überbewertet.