Donnerstag, 7. Januar 2010

Sushi und Stollen

Mir ist da noch was eingefallen. Bevor das Jahr zu Ende ging habe ich noch ein Buch von David Foster Wallace gelesen. Nicht das dicke mit dem vielen Erklärungen im Hinterteil, sondern eines seiner ersten, "Der Besen im System". Das anfänglichausgesprochene Lob hab ich schnell bereut. So ein Schwachsinn. Aber es war ja auch Jahresendzeitstimmung und ich sass vieleStunden im Flugzeug. Da bleibt einem ja auch nichts anderes übrig als schwachsinnige Dinge zu tun, wie z.B. Ice Age 3 oder schmierige US-Highschool Komödien zu gucken. Da so viel Schwachsinn nach Alkoholkonsum nur so schreit, war ich dankbar, alsdie Stewardess mit dem Wein den Gang entlang gerauscht kam. Normalerweise bin ich da ganz eisern und wähle immer den Wein,der von am wenigsten weit weg kommt. Doch in tausenden Metern Höhe, irgendwo über den endlosen Weiten Sibiriens war ich hilflos. Chilenischer, Kalifornischer oder Südafrikanischer Wein? Welcher hat wohl den geringsten CO2 Fingerprint? Ich hoffe, die Chilenen und Kalifornierkönnen mir verzeihen, denn ich hab den südafrikanischen genommen. Immerhin findet dort die Fussball-WM statt und der Kaiser fliegt so oft zwischen München und Kapstadt hin- und her, dass da bestimmt immer mal 'n paar Fläschchen Wein mitreisen dürfen. Also quasi emmissionsschwarzfahrend.
Und dann war da noch die Sache mit den Haifischflossen - als Suppe, Vorspeise oder Salat. Denkste, gibt’s nicht mehr? Tja, gibt es doch. Und wie. In Chinatown in Yokohama gabs die an jeder Ecke. Und zwischen den Ecken auch noch, wirklich überall. Ich hoffe, ich hab keine gegessen, aber ganz sicher kann man sich da nie sein. Das Essen war wirklich lecker, sogar hübsch anzusehen, aber was es eigentlich ganz genau war wird wohl ein Geheimnis bleiben.Zum Nachtisch schleckten die Mädchen Green Tea Icecream und der Neffe von Frau O. verdrückte eine art Germknödel mit einer Füllung aus schwarzen süßen Bohnen.
Die gleiche Paste blubberte mir auch aus dem "Reisklumpen to-go" entgegen, den ich zwei Tage später aus lauter Neugier verdrückte. Hat jetzt nicht nicht geschmeckt, muss ich aber auch nicht so schnell wieder essen. Ich muss zugeben, Grüner Tee hat Charme und seine Ausstrahlung von Gesundheit und Ruhe, dieses Chi-hafte, Karmagleiche, Göttliche, das ihm anhaftet, geht immer nochan mir vorbei. Er riecht unangenehm, schmeckt bitter und anschliessend ist die Tasse grün. In Wahrheit hab ich mich in Tokio aber von einem kulinarischen Highlight zum nächsten gehangelt, keine Algenmatte ausgelassen, wabbelige Süßspeisen mit der Zunge gestreichelt, rohen Fisch, gekochtes Fleisch, gebratene Nudeln, gedünstetes Gemüse und Stollen. Ja, richtig. Wir hatten die Koffer noch nicht ausgepackt, da ging es auch schon los. "Schaut mal, was wir alles schönes haben!" Im Handumdrehen kredenzte man uns Weihnachtsstollen, Vanillekipferl, Spekulatius, Leberkäse und Würstchen. Die Globalisierung macht eben vor nichts Halt und da ich ja von Frau O. gelernt habe, dass man immer brav "Danke" und "Ja" sagen soll, wenn einem der Gastgeber etwas anbietet, ass ich freundlich lächelnd Stollen mit Sushi. Es hat aber auch seine guten Seiten mit dem Blick in fremde Kochtöpfe. Immerhin bekommt man in Tokio mittlerweile an jeder Ecke vernünftiges Brot und Milch und sogar einen ordentlichen Kaffee - wenn der auch, wie sollte es anders sein - meistens von der Firma mit dem grünen Logo auf der anderen Seite des Pazifiks kommt.
In diesem Sinne: "Iti dakimas."

Montag, 4. Januar 2010

Ein neues Jahr

2010 ist ein neues Jahr. Es ist neuer als 2009, es ist jünger, frischer, unverbrauchter. Das ist überhaupt das Beste am ganzen Jahr. Man kann sich jede Menge vornehmen und dann quasi 365 Tage lang vor sich herschieben. Das Vor-sich-herschieben ist eher nicht so mein Ding, aber auch das kann ja 2010 noch werden.

Vorgenommen hab ichs mir jetzt nicht direkt, aber ich wäre ja nicht der erste Mensch, der ganz andere Dinge nicht tut als die, die er sich nicht vorgenommen hat. Man kann ja auch nur die Dinge tun, die man tun kann. Also beispielsweise, wo ich grade beim Vor-sich-herschieben war, ein Fahrradtaxi vor sich herschieben. Hat sich das überhaupt schon mal jemand für das Jahr vorgenommen? Ich vermute nicht. Und der Japanische Fahrradtaxi-Fahrer, der uns in Yokohama vom Hafen nach Chinatown chauffierte, hatte dies sicher auch nicht auf seiner Agenda für den Abend, an dem er mich traf. Doch nach wenigen Kilometern schon ging ihm die Puste aus und er musste das Gefährt vor sich herschieben um überhaupt noch bei Grün über die Ampel zu kommen.

Nachdem er wieder Platz genommen hatte fragte er mich, ob die Deutschen überhaupt jemals irgendetwas von dem, was sie erfinden, selber benutzen. Ich hatte ihm zuvor erklärt, dass ich noch nie in einem Velotaxi gefahren sei und er belehrte mich daraufhin, dass diese Vehikel eine Erfindung der Deutschen seien.


Dinge, die ich 2009 ausser Velotaxifahren, zum ersten Mal getan habe:

Wasserskifahren, Surfen, 160km Fahrrad an einem Tag gefahren, Kloster Mariawald besucht und die dortige Erbsensuppe gegessen,eine Lebensversicherung abgeschlossen


Was mich beunruhigt:

Mich überfiel in 2009 eine zunehmende Reisephobie. Ich könnte es auch so formulieren:
Eine wachsende Unlust das Haus für mehr als 2 Tage zu verlassen und in fremden Betten zu schlafen schlich sich ein.
Begleitet wurde deiese von ansteigender allgemeiner Spiessigkeit. Ich höre kaum noch EinsLive sondern fast nur noch WDR 2.
In den vergangenen Wochen hat mein Butterkonsum zum ersten Mal seit langem mal wieder den Lättaverzehr geschlagen.
Den zu Jahresbeginn statuierten erhöhten Cholsterinwerten wird dies nicht viel entgegensetzen.


Was ausgefallen ist:

Abgesehen vom Neujahrstag war es ein Jahr ohne einen einzigen Besuch in einem BeNeLux Land. Nicht nur diese auch alle anderen Nachbarn blieben unbesucht.
Unter all den gelesenen Schmökern war kein einziger Schätzing. Einer heimtückischen Erkältung fiel Karneval zum Opfer und auch die Placebo-Veranstaltungen "Bläck Fööss Konzert" und "Rhein in Flammen" gingen unbemerkt ohne mich über die Bühne.
Ziemlich viele Filme hab ich mir anschauen wollen doch eigenartigerweise hat mein Arsch nur einmal in einem Kinosessel Platz genommen und mein Finger nur selten die Play-Taste des DVD-Players angestupst.


Was Hoffnung gibt:

Die Erkenntnis, dass die Heimat entzückende Fleckchen zu bieten hat, siehe Radtour zum Bodensee, Besuch in der Zeche Zollverein, Mariawald, Berlin- und Münchentrips.
Dass trotz des zunehmenden Angekommenseins in Düsseldorf die Aussicht auf eine Woche "Urlaub" in Köln (Anlass = Gay Games) immer noch kindliche Verzückung hervorruft.
Das Pilzrisotto, das ich seit neustem in der Lage zu kochen bin.
Und ganz viele Tage in 2010, die noch übrig bleiben zum Erleben schöner Dinge, selbst dann, wenn ich mal die Tage abziehe, die ich anläßlich der Olympiade und der Fussball WM vor der Glotze verbringen werde.


Was ich unbedingt in 2010 machen will:

Es ist höchste Zeit für einen neuen Klingelton fürs Handy. Daran führt nun wirklich kein Weg mehr vorbei. Fast noch drängender müssen die Bremsen an meinem Mountain Bike repariert werden - sonst nützt bald auch kein Helm mehr. Einmal, also mindestens einmal, sollte ich eventuell mal zum Frisör gehen. Längst überfällig ist ein Besuch im Löricker Freibad - am besten ganz früh morgens bei Vogelgezwitscher und Rheinnebelschwaden.


Und was ich mir vorstellen könnte mir vorzunehmen:

Mehr Kultur - egal wo und wie. Öfters bloggen.
Meine Fotos auf der Festplatte immer schön ordentlich mit Namen versehen, damit diese wahnwitzigen stundenlangen Aufräumaktionen endlich mal nichtig werden.
Mal wieder ein Gedicht auswendig lernen und damit jemanden überraschen - oder klugscheissen.
Ein paar deutsche Erfindungen auszuprobieren.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Was für ganz schlaue Kartoffeln

Ich habe völlig vergessen zu berichten, was in meinem Adventskalender-Törchen vom 12.Dezember war.
Vielleicht ist es aber auch eine Fügung, ein bischen Schicksal, eine Prise Absicht, zu viel Restalkohol oder auch schlechtes Zeitmanagement, dass ich jetzt erst aufschreibe, wie es war, als ich dem Mann mit der Kartoffel begegnete. Es war Samstag und bitter kalt. So kalt, dass man immer erst mal mit einem lauten Seufzer bekunden musste, wie kalt es eigentlich ist, wenn man die eintrudelnden Freunde auf dem Weihnachtsmarkt begrüßte. So kalt, dass man von dichten Atemnebel-Schwaden umwabert wurde, wenn man sagen wollte, wie kalt es einem sei. Zum Glück gibt es viele Rezepte gegen Kälte. Das Prinzip ist in etwa das selbe wie bei Hitze, man muss nur eine ganz einfache Regel befolgen: Einfach das Gegenteil tun. Zur Veranschaulichung habe ich mal ein paar Regel-Pärchen aus der Weisheitskiste gekramt:

- Ein Schattiges Plätzchen aufsuchen. / Sich ans Kaminfeuer hocken.
- Überflüssige Kleidung ausziehen. / Lächerliche Accessoires, wie dämliche Pudelmützen, anziehen.
- Kalte Getränke bestellen. / Sich auf ein heisses Getränk einladen lassen.
- Die Füße in einen Eimer kaltes Wasser stellen. / Den Kopf unter eine Trockenhaube stecken.
- Himbereis lecken. / Eierpunsch kotzen.
- Vor der Hitze weglaufen. / Zu Guildo hornströmen.

Ach so, Guildo war übrigens
- Der Mann mit der Kartoffel / die in meinem Adventskalen der die Törchen steckte.

Donnerstag, 26. November 2009

Als mich der automatische Sortierarm der Packstation aus dem Verkehr zog

Mein Handy gab einen Ton von sich, der den Eingang einer SMS verkündet. "Ihre Sendung liegt in der Packstation. "Freudig erregt kramte ich in meiner Tasche nach der Packstation-Karte und machte mich auf den Weg zu dem gelben Kasten. Welch gelungene Farbkombination. Wenn da mal nicht eiskaltes Kalkül hinter steckt. Erst die goldene Karte, die einfach goldensein kann ohne dem Besitzer damit irgendwie als 'besser' zu klassifizieren. Packstation-Karten sind einfach alle gold. Dann diese Station in fröhlich leuchtendem quietsch-gelb. Da ist der gespannte Postabholer doch gleich wohl gestimmt. Die Bedienung des Touchscreens an der Packstation ist für mich immer wieder ein Highlight des Kommunikations-Designs. Die einzelnen Schritte folgen in logischer Reihenfolge aufeinander und führen immer, aber wirklich immer dazu, dass ich nach nurwenigen Klicks meine Warenlieferung in Händen halte. Und das alles ohne Fehlermeldung! Kann das nicht mal jemand auf die Fahrkartenautomatender Bahn übertragen? Ich habe mittlerweile sogar so großes Vertrauen in dieses Ding, dass ich schon Pakete damit verschickt habe. Doch mein Vertrauen ging scheinbar zu weit, denn nun ist es passiert. Ein leichter Daumendruck auf "Fach öffnen", ein leises "Klack" und zwei Schritte nach rechts führten mich zu der Klappe, hinter der dasbestellte Buch lag. Meine Hand glitt in die gähnende Leere und fischte nach etwas, dass sich wie eckige Pappe anfühlt. Plötzlich ergriff mich aus dem Nichts ein metallischer Arm und zog mich mit einem gewaltigen Ruck in die Tiefe. Völlige Dunkelheit umschloss mich. Ein Schlag auf den Kopf, ein Rumsen und Rütteln, und ich landete unsanft auf einem riesigen Berg aus Päckchen und Paketen. Mit ihnen allen lag ich nunin diesem winzigen Zwischenraum hinter der Packstation, wo die Lieferungen lagern, die in kein Fach mehr passen. Der automatische Sortierarm greift sich Päckchen für Päckchen aus der Menge heraus und legt sie sofort in ein freiwerdendes Fach. Ein optischer Sensor verschickt dann umgehend eine SMS an den erwartungsvollen Empfänger, während der Sortierarm zurückfährt und auf neue Freiräume wartet. Ich war zum tragischen Opfer eines Programmierfehlers geworden. Mir blieb nichts anderes übrig als auf die Ankunft des Postboten zu warten,der einmal täglich eine Ladung Päckchen in den Zwischenraum bringt, und zu hoffen, dass er mich dort lebendig finden möge.

Okay, okay, ich gebe zu, die Geschichte ist erfunden. Aber wie jede Geschichte hat sie doch einen wahren Kern. Mir erzählte doch letzte Woche tatsächlich eine Bekannte, sie denke, dass in der Packstation mehr Päckchen lagern, als es Fächer gibt. Ein Roboter sorge dann immer dafür, die Päckchen nachzulegen. Was Menschen der Post so alles zutrauen.

Dienstag, 10. November 2009

Heben, waschen, sortieren

Am Samstag machten die Herren B&B und ich einen Ausflug zur Zeche Zollverein, Essen.
Meine Schwärmereien von faszinierender Industriekultur hatten scheinbar gefruchtet und da der rheinische Horizont von Zeit zu Zeit einer Erweiterung bedarf, hatte ich schnell eine Führung gebucht, bevor man auch nur erwägen konnte, dass es in Köln ja immer noch am schönsten ist.
„Die fette Elke“ (auf diesen Namen tauften wir das Navi) lotste uns ruhrpöttisch schnörkellos auf das Zechengelände. Parkplatz A1, Besucherzentrum, Herzlich Willkommen.

Die Führung beginnt mit der Ansage, dass wir nicht untertage fahren werden. Eindringlich appelliert unsere Führerin an uns, doch bitte nicht enttäuscht zu sein. Artig sind wir das dann auch nicht. Zumindest nicht deshalb.
Dass sich beim Betrachten der hundertsten Kohleschüttelwaschundsortieranlage dann doch eine gewisse Langeweile unter den Teilnehmenden ausbreitet ist spätestens dann nicht mehr zu leugnen, als sich die ersten verabschieden.
Aber von vorne: Zu Beginn bilden wir erst mal einen Kreis um ein Modell. In Gedanken lege ich mir schon die Worte zurecht, mit denen ich mich gleich der Gruppe vorstelle, aber so was ist das hier nicht. Wir sind eine Gruppe einander fremder Mikrogruppen aus Paaren, Familien, Freunden oder Mischformen, überdurchschnittlich viele davon gewickelt in Jack-Wolfskin-Jacken. Ansonsten eint uns die Neugierde daran, was in der Zeche im 19. und 20. Jahrhundert passiert ist. Die Kohle wurde gehoben, gewaschen und sortiert. Nach einem kurzen Exkurs über Architektur und Funktion der einzelnen Gebäude lernen wir, dass die Kohle gehoben, gewaschen und sortiert wurde. Ach ja, sie wurde natürlich nach dem Heben befördert und nach dem Waschen auch und nach dem Sortieren auch. Danach kam sie in die Kokerei, aber wir nicht. Denn wir mußten erst mal verstehen, wie die Kohle gehoben, gewaschen und sortiert wurde. Ich wage mal vorsichtig zu behaupten, dass ich das jetzt verstanden habe. Zur Belohnung gabs Kaffee und Kuchen: Gehoben, gewaschen und sortiert.

Freitag, 30. Oktober 2009

Urlaubsgeschichten

Wenn ich im Urlaub an einem fernen Ort bin, vermisse ich immer irgendwann mein zu Hause. Wenn ich dann wieder zu Hause bin, vermisse ich den Urlaub um so mehr, je länger er vorbei ist. Paradoxe Geschichte. Vielleicht ist diese Wahrnehmung aber auch eine Art Selbstschutz, denn wenn das Wegsein beim immer länger her sein nicht immer schöner werden würde, täte ich eventuell nicht mehr verreisen wollen. Dann könnte ich wiederum nicht heimkehren und einen Freudensprung auf unser Sofa tun, den Ferneseher anschalten und stundenlang Fußball gucken als wär’s das erste mal.
Mir entgingen vor Werbesendungen überquellende Briefkästen, Wäscheberge, groß wie der Himalaya, abgelaufene Milch, hängende Pflanzen und muffelnde Keramik. Und mir entging die Entdeckung fremder Länder und Kulturen. Der fünf Tage zurückliegende Urlaub strahlt schon jetzt in einem zarten rosa. Die pralle Blüte eines saftigen Pinks ist noch nicht ganz erreicht, aber das würde dann ja auch verbieten, von verschimmelten Wänden und grippalen Infekten zu erzählen.
5 Tage Irland und 8 Tage portugiesische Atlantikküste fluteten meinen Erlebnistank. Auf der grünen Insel schien jeden Tag die Sonne. Als sie mal nicht schien, nämlich abends, gingen wir ins Theater. Einmal immerhin. Ansonsten sind wir viele Kilometer gefahren um die zahlreiche fruchtbare
Verwandtschaft zu besuchen. Die verwöhnte uns mit leckeren Speisen und Getränken und Tee. Das schönste an Irland ist immer wieder der bedingungslose Wille der Iren seine Gäste vor einem knisternden Kaminfeuer gefügig zu machen und dann mit Tee und Gebäck abzufüllen. Da es immer noch Winkel gibt, die von den gutmütigen Geldströmen der EU unerreicht sind, ist diese Form der Zuwendung auch mehr als verdient.
Diese Paradieszustände waren mit der Ankunft in Portugal vorbei. Kein Tee, keine Kekse, kein Kaminfeuer. Stattdessen endlose Strände, auf denen man selber gehen musste und zahllose Wellen, die mich ständig vom Surfbrett katapultiert haben. Nach drei Tagen Surfkurs bin ich immerhin so weit, dass ich stundenlang über den Surfer's way of life schwafeln kann. Richtig surfen lernt man auch so schnell nicht, aber man ist immerhin dabei und schnuppert ein wenig am Neopren des Ruhmes. Wenn einer vom Format Kelly Slaters (8-facher Weltmeister) am Strand auftaucht, dann ist es vorbei mit der Einsamkeit. Der Strand wird zum Wespennest stylischer Surfer-Typen, die den Michael Jacksen des Surfsports sehen wollen. Viel mehr gab’s auch nicht zu sehen. Peniche, 90 km nördlich von Lissabon, ist ein von Wind, Wasser, Wellen, Strand und Felsen geprägtes Kaff. Und genau das hat wohl dazu geführt, dass ein Arbeitskollege sagte "Du siehst aber erholt aus".
Ja, so wird es dann wohl gewesen sein.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Urlaubsimpressionen

Vierzehn Tage op jück gewäß - da brauch ich noch ein paar Atemzüge um die schönsten Momente in Reinschrift zu bringen. Hier schon mal ein paar digitalisierte Eindrücke unserer Reise durch Irland (Dublin, Cork, Limerick) und Portugal (Peniche Surfcamp incl Rip Curl Pro Search).
Irland (Limerick)
Irland (Autobahn)

Peniche (Welle und ich)
Peniche