Montag, 14. Januar 2008

Küche - Kochen - Katastrophen

Das vergangene Jahr hat mich nicht nur zur Ehefrau gemacht, ich habe mich auch als begnadete und gefeierte Küchenfee verdient gemacht. Jedenfalls trug meine Frau das Gerücht in die weite Welt hinaus - bis nach Irland jedenfalls - daß ich ihren Gaumen beglücke und delikate Speisen auf die Teller unseres jungen Glücks zaubere. Also wurden wir mit nicht weniger als 5 Kochbüchern zu Weihnachten bzw. post-wedding-zeitlich beglückt. Inspiration. Ansporn. Herausforderung. Talentförderung. Nachdem am vergangenen Wochenende schon Tim Mälzers Gemüsevariationen in Alufolie in die Hose gingen, desastrierte ich gestern mit 'Tuscan Pizza ' aus dem Avoca-Kochbuch. Ich habe mich exakt beim Rezeptstudium und beim Essen gefragt, wo denn nun der Käse ins Spiel komme. Dazwischen dann nicht mehr, und genau das war der Fehler. Wer gut kombinieren kann wird nun schon wissen, dass KEIN Käse auf der Pizza war. Das sah komisch aus und schmeckte - naja - trocken. Die Irin meinte, es gebe sicher Leute, die das mögen. Ja. Kann sein.

Ganz nebenbei habe ich beim Teigkneten festgestellt, dass man, einmal drin mit den Fingerchen, keine Chance mehr hat. Rückzug völlig unmöglich. Kneten, reiben, schmieren, umwälzen, abstreifen was das Zeug hält, aber blos nicht auf die Idee kommen, sich an der Nase zu jucken oder den Ärmel hochzuziehen.

Fettfieber

Bei Einslive wurde grade eine DVD von 'Ein Colt für alle Fälle' verlost. Die junge Gewinnerin gewann, weil sie den Titelsong singen konnte, und das konnte sie sehrwohl sehr schön. Und dann grüßte sie ihren Freund, der mit Fettfieber im Bett liegt. Hä????
Ahhhh, er hat fett Fieber. Der arme. Fieber und dazu noch ne Freundin mit Sprachfehler...

Samstag, 12. Januar 2008

Hoffen auf Frühling

Sonntag, 6. Januar 2008

Weihnachtsnachtrag

Rückblickend fallen mir immer wieder kleine Ereignisse der Weihnachtstage ein, über die ich gerne ein paar Zeilen verlieren möchte. Da war zum Beispiel ein Lied, daß alle Iren liebten und jahrelang gröhlten (man kann es eigentlich nur gröhlen), das plötzlich von der BBC zensiert wurde: Fairytale of New York. Nicht komplett, aber ein Wort darin wurde ausgepiept. "Faggot" (dt: Schwuchtel).
Im Telegraph gibt es dazu einen wunderschönen Bericht mit vielen Links und Kommentaren britischer und irischer Leser. Bildet Euch Eure eigene Meinung.
Ich jedenfalls finde das Lied klasse, vor allem, wenn man am 24. abends mit Freunden im Pub bei ein paar Bieren zu viel dazu laut grölen und lachen kann.

Samstag, 5. Januar 2008

Baumarkt am Samstag

Angesichts trüber Wetteraussichten und vieler Pläne für 2008, hatte ich mir eine Kurzrenovierung unseres Badezimmers vorgenommen. Die Duschvorrichtung spritzte mitlerweile in alle Richtungen, nur nicht in die, wo man seinen hübschen Körper platziert hatte. Freitag noch kurz bei OBI sämtliche Ersatzteile, Kalkentferner, Schimmelentferner, Bürsten, Schwämme und Sanitärsilikon besorgt und dann gestern morgen gleich nach dem Frühstück die Ärmel hochgekrempelt. Mit Kraft und eisernem Willen rückte ich dem ersten verkalkten Gewinde auf den Pelz. Steter Glauben an die Hebelkraft, ein paar Flüche und ein kräftiger Ruck lösten die aneinander gebackenen Teile und die Verbindung zwischen Schlauch und Armatur war gelöst. Leider hatte sich da was, was ich nicht so recht benennen kann, zu viel gelöst und steckte jetzt in dem Ding, das ich in Händen hielt, statt in der Armatur stecken geblieben zu sein. Um es einfach zu sagen, etwas, das sich nicht lösen sollte, hatte sich gelöst und lies sich nicht mehr von dem Teil, in dem es steckte, trennen. Bin ich eben noch mal zu Obi gefahren um ein neues solches Teil zu kaufen. Aber, leider, genau dieses Ding gabs nicht in 'neu'. Sechskantgedönsschraube mit Gewinde in xy-Zoll war leider aus, und ich solle mir in der Werkzeugabteilung doch einen entsprechenden Imbus-schlüssel kaufen, um die Dinger auseinander zu drehen. Dann könne man das Ding ja wiederverwenden. Da der Imbusschlüssel aber 6 Euro kostete (sah allerdings auch schick aus, da so schön groß und silber), bin ich nochmal zurück in die Bad-Abteilung und hab einfach noch mal den Obi-Mitarbeiter gefragt, der mich zuvor in die Werkzeugabteilung geschickt hatte, ob er nicht noch mal gucken kann, obs das Teil nicht doch irgendwo gebe. Er wollte mich schon wieder an die Werkzeugkollegen verweisen, was ich ihm nicht durchgehen liess. Also dachte er noch mal nach. Und, oh Wunder, was kam dabei raus? Er dackelte ab, richtung Werkstatt und kam zurück mit zwei Teilen. Er hatte es einfach dort herausdrehen lassen. Mein Teil war befreit und wieder einsetzbar. Die Brause ist mittlerweile wieder zusammengebaut, alles dicht und neu und strahlt in neuem Glanze. Ich bin stolz wie Oskar, abe 6 Euro gespart und bin sogar wieder sauber.

Freitag, 4. Januar 2008

Updates

Für regelmäßige Besucher dieses Blogs habe ich noch ein paar Updates auf zurückliegende Posts.

Buddenbrooks:
Ich bin durch. Ich habe dieses Mammutwerk der Literaturgeschichte kurz vor Weihnachten beendet. Erst starb die wehrte Konsulin, dann starb Thomas B. ca. 100 Seiten vor Ende und dann raffte es auch noch seinen sensiblen, latent schwulen Sohn Hanno dahin. Ich habs echt gerne gelesen, doch jetzt widme ich mich wieder moderneren Büchern. Haruki Murakami mit "Hard-boiled wonderland und das Ende der Welt" liegt jetzt auf meinen Nachttisch bereit zum Entern.

Schwul-Lebischer FC Köln Fanclub:
Die Namensfindung ward am 17.12. mit der medial inszenierten Taufe in der Brennerei Weiß abgeschlossen: ANDERSRUM RUT-WIESS heißt er. Webseite gibts auch schon. Dort findet man alles Wichtige, Presseschau, Links, Videos, etc.
Ich hatte ja 'Pink Goats' favorisiert, aber man kann nicht immer gewinnen und hauptsache, der FC gewinnt und noch hauptsachiger: DER FC STEIGT AUF.

Und hier noch ein Nachtrag zum Thema "Lesben und Schwule im Fussball": Habe einen Artikel in der Sueddeutschen gefunden (07 - 2007), der - bis auf die leider absolut dämlichen Kommentare - sehr lesenswert ist:
http://www.sueddeutsche.de/sport/weltfussball/artikel/262/123092/

Mittwoch, 2. Januar 2008

Weihnachtszeit

Zwölf (12!!!) Tage ohne online zu sein. Naja, fast. Ein paar mal hab ich in Irland online die FAZ gelesen und dann hab ich noch versucht, mich für die EuroGames 2008 in Barcelona zu registrieren. Das ist mir, wie allen Bekannten mit denen ich bisher gesprochen habe, nicht gelungen. Die Webseite der Veranstalter würde ich sowieso gerne einer mehrseitigen Kritik unterziehen, aber nicht hier und jetzt. Trotzdem will ich da hin und ihnen mein Geld geben, aber das wollen sie anscheinend nicht. Über diesen Vorfall werde ich hier sicher noch öfter schreiben, wenn die Katalanen mal aus ihrer Siesta auferstehen und meine E-Mails beantworten.
Gut. Ich war eine Woche in Irland bei meiner Schwiegerfamilie und anschliessend haben wir drei Tage incl. Silvester in Berlin verbracht. Zu meiner Überraschung lief alles wie am Schnürchen. Alle Flugzeuge, Busse und Bahnen waren pünktlich, ich habe mich nicht vor der Verwandtschaft blamiert, mein Magen hat sich entschieden, das irische Essen zu verarbeiten, ich bin weder ernsthaft verletzt noch krank und auf dem Konto gibt es tatsächlich noch Plus. Da es kein Ereignis gab, das besonders erzählenswert war, alles zusammen aber sehr intensiv, anregend, unterhaltsam und erlebnisreich war, möchte ich gerne ein paar meine Favourites als Stichpunkte auflisten:
- am heiligen Abend in Dublin City im Pub mit vielen vielen Iren versackt (urig)
- am Weihnachtstag meinen ersten richtigen Turkey gegessen, danach drei verschiedene Kuchen, brav alles probiert und aufgegessen (satt)
- am Steven's Day Joggen gegangen mit herrlichem Panoramablick aufs Meer (traumhaft)
- mit drei neuen Kochbüchern beglückt worden (schwer)
- irish Tea Time am Kaminfeuer mit Pianomusik genossen (sündhaft teuer, wars wert)
- im zweitältesten Haus Berlins gespeist, Restaurant 'Zur alten Schmiede' in Mitte, hat am 31.12. geschlossen (lacker, wa)
- Schlittschuh gelaufen und noch rückwärts übersetzen gekonnt (stolz)
- Silvesterparty in der Kulturbrauerei gefeiert (einfach und schön)

Ich möchte allen Leserinnen und Lesern ganz viel Glück, Gesundheit und Gutes für 2008 wünschen.