Donnerstag, 11. Juli 2013
Donnerstag, 4. Juli 2013
IKEA
Frau O. wird sicher behaupten, ich hätte nur zu IKEA gewollt um anschließend hier darüber zu schreiben, aber Doppelschwör!!!, so war es nicht. Wir brauchten tatsächlich ein paar Dinge.
Ok, ich gebe zu, um Glühbirnen zu kaufen muß man nicht unbedingt zu IKEA fahren. In ein paar Tagen steht der Besuch vom Jugendamt an und ein paar Sicherheitsmängel müssen noch beseitigt werden. Chief-Security-Officer Frau O. und ihr Deputy Herr O. hatten sich nämlich Türen für die Billy Regale gewünscht. Diese sollen zukünftig verhindern, dass junge Menschen mit erhöhtem Bewegungsdrang die Gay-Movie-DVD-Sammlung ihrer Mütter in der ganzen Wohnung verteilen. Als kleinen Nebeneffekt stellen sechs Türen auch für einen längeren Zeitraum sicher, daß Mama Bu keine Langeweile bekommt und ihr neues Lieblingsspielzeug, der Akku-Schrauber, auch mal wieder zum Einsatz kommt.
Der Gründe genug, wir fuhren gestern Morgen alle drei zu IKEA, parkten im Eltern-Kind-Bereich und los gings. Herrn O. im Spieleparadies abzugeben fehlte uns noch der Mumm. Das lag aber nicht daran, dass wir etwa Angst hatten, sein Name könne falsch ausgesprochen werden, wenn eine Mikrophonstimme um seine Abholung bäte. Da gab es gestern genügend Ablenkung durch Darren, den Bär (https://www.unicef.de/typo3temp/pics/4f1880e91e.jpg), auf dessen Anwesenheit eine bemitleidenswerte Azubine im 10-Minuten Takt aufmerksam machen mußte. Sie verhedderte sich ständig beim Vorlesen ihres "Triff Darren und spende 1 Euro für Unicef" - Werbetextes, was aber niemand der kauflustigen Düsseldorfer IKEA-Besucher zu interessieren schien.
Wir strollten duch den kompletten oberen Bereich und guckten hier und da und als wir schließlich an die Treppe zur Markthalle kamen, war der Hunger so groß, daß wir eine Pause brauchten. Zum Glück war genau da das IKEA Restaurant. Was für ein Zufall! Nun konnten wir endlich die Kinderfreundlichkeit der Schweden allumfänglich testen. Hier die Mikrowelle zum Aufwärmen des Babybreis, dort eine Armada an Hochstühlen und als ständige Begleiterin die Aufforderung über Lautsprecher, Darren den Bären zu umarmen. Frau O. nahm mit unserem Sohn auf Gartenmobiliar in der Nähe der Babykostaufwärm-Mikrowelle Platz, während ich mich mit den größeren Kindern in die Essensausgabeschlange einreihte. Mit Kötbulla, Lachs und vielen Pommes kehrte ich zu Frau und Kind zurück. In der Zwischenzeit hatte sich noch eine Familie mit 2 kleinen Kindern zu uns gesellt. Im Einzugsgebiet der Mikrowelle saßen mindestens noch 10 weite Mamas, Omas, Papas oder irgendwie definierte Begleitpersonen und fütterten fleißig jede Menge Brei. Herr O. genoss die viele Aufmerksamkeit redlich und schlabberte sein Tellerchen brav bis zum letzten Löffel.
Die "alle Babys am Essen" Atmosphäre war so einlullend, dass es fast schon schade war, dass wir noch durch die Markthalle mussten. Wie es dann letztendlich zu einer Rechnung von fast 200 Euro kam, naja, das weiß nur Darren der Bär. Immerhin hat Herr O. jetzt einen Fussball und wir haben 6 Türen für Billy.
Am Ende waren wir alle vier so müde, dass wir erst mal gemeinsam Mittagsschlaf hielten und fast unseren Krabbelgruppentermin verpasst hätten. Von Darren gab es bis zu Letzt keine Spur...
Eingestellt von claribu um 21:05 0 Kommentare
Sonntag, 23. Juni 2013
Freitag, 7. Juni 2013
Irland (II)
- Dinge, die ich zum ersten Mal gemacht habe: Glätteisenzangendingdbums an meine Haare gelassen
- Gefährlichste Unternehmung: Überquerung einer zweispurigen Strasse im laufenden Verkehr (um die vom Sturm weggewehte Kappe unseres Sohnes zu retten).
- Gefährlichster Moment: Sitze als Beifahrerin im Auto und die Fahrerin (nüchtern!) fährt unbewusst auf der rechten Spur, als uns plötzlich ein Auto entgegen kommt (klar).
- Leckerstes Essen: Indian Take-away
- Was mich immer noch an Irland wundert: dass man immer noch auf nicht funktionierende Klospülungen trifft, dass der Flughafen trotz Erweiterung regelmäßig zu klein ist, und seine Besucher in irrwitzige Bandwurmschlangen presst; wie nett VerkäuferInnen sein können
- Neue Wörter gelernt? ja, aber jetzt will sich niemand mehr dran erinnern
- Geld? Viel davon für Babykleidung und Spielzeug ausgegeben. Ein bisschen was für Klamotten und relativ wenig für Essen und Trinken.
- Babykleidung: Mamas & Papas, jojo maman bebe, Baby GAP und next (sämtliche Geschäfte, die es in Deutschland nicht gibt und das ist irgendwie auch gut so.Viel zu schön, viel zu nett und viel zu teuer.
- Nicht gemacht: Geschwommen. Dafür dem Schwimmbad aber so nah gewesen wie noch nie zuvor.
- Was ist neu bei Herrn O.? Herr O. greift nach allem (ALLEM!!!); sobald man isst oder trinkt, will er auch, sonst gibt es lautstarken Protest; er sitzt nun stabil und beschäftigt sich selber (natürlich nicht, wenn mans grade braucht), er isst grob püriertes Essen. Manchmal murmelt er Silben vor sich hin und manchmal klingt es, als ob er singt.
- Flugzeuge: nicht grade der Beginn einer großen Freundschaft aber immerhin, es ist nicht hoffnungslos
Eingestellt von claribu um 21:58 0 Kommentare
Montag, 3. Juni 2013
Irland und seine Ausflugsziele (Part I)
Eine gute Woche unseres Irlandurlaubs ist nun leider schon vorbei. Das Wett war bisher traumhaft (für irische Verhältnisse) und wir konnten zahlreiche Ausflüge mit Opa in seinem komfortablen Merc machen. Hier eine Übersicht mit sensationell innovativer Babytauglichkeitsbewertung:
The national Stud: Irgend so ein Pferdegehöft, wo sie den irischen Pferdenachwuchs züchten. Sehr großzügiges Gelände mit schönen Gartenanlagen.
Babytauglichkeitsfaktor: 9 von 10
Restaurant mit Aussenterrasse und stabilen Kinderstühlen, asphaltierte Wege, gute Beschilderung, Wickelmöglichkeiten, Babyfood wird ohne Probleme aufgewärmt.
Glendalough: Einer der Must-See Places für Irland Touristen. Enge, kurvige Landstraßen winden sich durch die Wicklow Mountains um in einem idyllischen irischen Nest am Ufer einese romantischen Bergsees zu münden. Hier schlummert die irische Seele und natürlich gibt's jede Menge Schafe, Trash-Souveniers und ganz ganz schlechten Kaffee. Der homemade Applepie ist ganz ok, aber das beste ist die unberührte Natur, der Wechsel von Wind, Sonne und Regenschauern im Minutentakt und der Geruch von wilden Kräutern.
BTF: 6 von 10
Die Wege sind nicht für jeden Kinderwagen geeignet und ein paar der Steigungen ganz schön sportlich.
Dublin City - Iveagh Gardens [Ei wie]
Führt ein eher unscheinbares Dasein neben dem großen Bruder St. Stephen's Green. Nich so viel Gewusel, dafür viel Ruhe und schöne grüne Wiesen. Eignet sich sicher für ein ausgedehntes Picknick mit der Familie. Tipp für den, der Ruhe sucht während eines hektischen Einkaufsbummels in Dublins Shops.
BTF: 7 von 10
Die Schotterwege erfordern ne Menge Muskelkraft, Klos oder Cafés sucht man vergebens. Dafür bekommt man seine so verdiente Ruhe.
Malahide: Strand, wilde Wiesenblumen, unberührte Natur so weit das Auge reicht. Dazu ein schnuckeliges Örtchen in dem sich ein Krimskramsladen an den nächsten reiht. Was will das Herz eines frisch gelandeten Irlandtouristen mehr?
BTFS: 7 von 10
Die Bürgersteige sind viel zu schmal und holprig für einen normalgroßen Kinderwagen, aber immerhin asphaltiert. Für meinen Geschmack zu wenig sichere Fußgängerüberwege, aber was soll's: Sonne, Strand und Meer sind einfach unschlagbar.
Eingestellt von claribu um 21:03 0 Kommentare
Sonntag, 12. Mai 2013
Essen, Schwimmen, Welt entdecken
Vier mal waren der junge Herr O. und ich mittlerweile beim Babyschwimmen. Beim ersten Mal war ich sehr aufgeregt, da ich nicht wußte, was mich erwartet. Würde er beim ersten Kontakt mit dem Wasser Panik bekommen und laut schreien? Hält die Schwimmhose dicht? Wird er sich mit schlimmen Krankheiten infizieren und fiesen Ausschlag bekommen?
All meine Befürchtungen waren unbegründet. Herr O. liebte das Wasser, genoß es, sich von mir in allen möglichen Körperlagen durch das Wasser ziehen zu lassen, und strahlte, als wir zusammen mit den anderen Kindern und ihren Vätern Lieder sangen. Es waren einfach alles nur Väter dabei, behaarte Männer mit und ohne Brille, die erstaunlich textsicher durch die Willkommenskreis-Lieder manövrierten.
Die Schwimmhose ließ nichts sichtbares ins Becken entgleiten und nach viert Monaten Erfahrung konnte ich keine auffälligen Hautirritationen bei unserem Sohn feststellen.
Leider haben wir jetzt ein paar Wochen feiertags- und urlaubsbedingte Pause, aber im Juni starten wir dann wieder durch.
Noch viel mehr Spass als Schwimmen macht ihm Essen. Von pürierten Möhren ohne Alles haben wir uns innerhalb von acht Wochen auf Möhren mit Kartoffeln, Möhren mit Nudeln, Süßkartoffeln, Erbsen mit Kartoffeln, Spinat mit Kartoffeln, das ganze mal mit Fisch, Hühnchen oder Rindfleisch gemixt gesteigert. Nach der Morgen-Flasche gibts noch einen Hirsebrei mit Obst und nachmittags nimmt er einen Hirsebrei mit Milch zu sich. Kuhmilch wurde nach sieben Monaten also auch erfolgreich eingeführt. Die verschiedenen Breie werden selbstverständlich alle frisch, von Hand und mit einer Riesenportion Liebe zubereitet und er dankt es uns mit großem Appetit. Manchmal sogar beängstigend großem Apetit, aber wenn das Kind erst mal krabbelt, dann geht der Speck ganz schnell weg. Sagt man. Einmal pro Woche mache ich eine große Schnibbel-Koch-Pürier-Aktion und verwandle unsere Küche in ein Baby-Gourmet-Kochstudio. Dank unseres Pürierstabs von Philipps und dem Sparschäler vom Kodi mit Keramikklinge (vergesst IKEA und erst recht WMF) werden 7-8 Portionen Brei im Akkordtempo produziert. Gläschenkaufen kann ja jeder.
Auch bei der Kleckerprofilaxe während der Essensvernichtung sind wir in der Zwischenzeit nahezu perfekt. Stofflätzchen sind schon lange aussortiert und auch das abwaschbare Lätzchen mit Ärmeln kriegt kein Foto mehr. The Winner is:
Man darf nur nicht vergessen die Auffangtasche regelmäßig zu säubern, sonst hat man außer Brei auch noch den Salat.
Welt entdecken
Ob Kolumbus bei seiner Entdeckungsfahrt auch nach dem Prinzip vorgegangen ist: Alles, was ich sehe, stecke ich in den Mund? So zumindest macht es unser kleiner Entdecker. Nichts ist mehr sicher vor seinen kleinen Fingerchen, und was einmal darin landet, wandert auch früher oder später in den Mund. Da sich dort seit ein paar Tagen zwei scharfe kleine Zähnchen befinden, beschränkt sich Herr O. auch nicht mehr nur aufs Ablecken. Es wird auch gerne mal eine Kerbe egefräst oder ein Sauger angeknabbert. Vielleicht können wir ihm ja bald das Fahrkarten-Abknipsen beibringen.
All meine Befürchtungen waren unbegründet. Herr O. liebte das Wasser, genoß es, sich von mir in allen möglichen Körperlagen durch das Wasser ziehen zu lassen, und strahlte, als wir zusammen mit den anderen Kindern und ihren Vätern Lieder sangen. Es waren einfach alles nur Väter dabei, behaarte Männer mit und ohne Brille, die erstaunlich textsicher durch die Willkommenskreis-Lieder manövrierten.
Die Schwimmhose ließ nichts sichtbares ins Becken entgleiten und nach viert Monaten Erfahrung konnte ich keine auffälligen Hautirritationen bei unserem Sohn feststellen.
Leider haben wir jetzt ein paar Wochen feiertags- und urlaubsbedingte Pause, aber im Juni starten wir dann wieder durch.
Noch viel mehr Spass als Schwimmen macht ihm Essen. Von pürierten Möhren ohne Alles haben wir uns innerhalb von acht Wochen auf Möhren mit Kartoffeln, Möhren mit Nudeln, Süßkartoffeln, Erbsen mit Kartoffeln, Spinat mit Kartoffeln, das ganze mal mit Fisch, Hühnchen oder Rindfleisch gemixt gesteigert. Nach der Morgen-Flasche gibts noch einen Hirsebrei mit Obst und nachmittags nimmt er einen Hirsebrei mit Milch zu sich. Kuhmilch wurde nach sieben Monaten also auch erfolgreich eingeführt. Die verschiedenen Breie werden selbstverständlich alle frisch, von Hand und mit einer Riesenportion Liebe zubereitet und er dankt es uns mit großem Appetit. Manchmal sogar beängstigend großem Apetit, aber wenn das Kind erst mal krabbelt, dann geht der Speck ganz schnell weg. Sagt man. Einmal pro Woche mache ich eine große Schnibbel-Koch-Pürier-Aktion und verwandle unsere Küche in ein Baby-Gourmet-Kochstudio. Dank unseres Pürierstabs von Philipps und dem Sparschäler vom Kodi mit Keramikklinge (vergesst IKEA und erst recht WMF) werden 7-8 Portionen Brei im Akkordtempo produziert. Gläschenkaufen kann ja jeder.
Auch bei der Kleckerprofilaxe während der Essensvernichtung sind wir in der Zwischenzeit nahezu perfekt. Stofflätzchen sind schon lange aussortiert und auch das abwaschbare Lätzchen mit Ärmeln kriegt kein Foto mehr. The Winner is:
Welt entdecken
Ob Kolumbus bei seiner Entdeckungsfahrt auch nach dem Prinzip vorgegangen ist: Alles, was ich sehe, stecke ich in den Mund? So zumindest macht es unser kleiner Entdecker. Nichts ist mehr sicher vor seinen kleinen Fingerchen, und was einmal darin landet, wandert auch früher oder später in den Mund. Da sich dort seit ein paar Tagen zwei scharfe kleine Zähnchen befinden, beschränkt sich Herr O. auch nicht mehr nur aufs Ablecken. Es wird auch gerne mal eine Kerbe egefräst oder ein Sauger angeknabbert. Vielleicht können wir ihm ja bald das Fahrkarten-Abknipsen beibringen.
Eingestellt von claribu um 10:58 0 Kommentare
Montag, 6. Mai 2013
Abonnieren
Posts (Atom)


